Kron-Factor: Das Erbe (X-Factor) - Die wahre Geschichte
https://www.youtube.com/watch?v=_UudTkklbE0
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[00:01] [Musik]
[00:22] Einen wunderschön und herzlich
[00:24] willkommen zu Kronfaktor.
[00:28] Wir suchen und finden wir die echten
[00:30] Hintergrundgeschichten zu den als wahr
[00:32] angegebenen Geschichten von X-Faktor,
[00:35] das Unfassbare.
[00:37] Da das Prinzip bekannt ist, starten wir
[00:40] direkt mit dem Video. Doch ich möchte
[00:42] natürlich zuvor meinen großen Dank an
[00:44] Pascal aussprechen für die wunderbare
[00:47] Mitarbeitor.
[00:50] Nun zum Video.
[00:58] In der X-Faktor Folge Das Erbe wird
[01:01] Florence zu einem Rechtsanwalt bestellt,
[01:04] der seltsame und teils bedrohlich
[01:06] wirkende Fragen stellt, die aber
[01:08] letztlich allesamt darauf hinauslaufen,
[01:10] warum sie auf der Beerdigung seines
[01:12] Klienten anwesend war. Sie erklärt ihm,
[01:16] daß sie den Toten nicht gekannt habe und
[01:18] mehr oder weniger zufällig in die
[01:20] Zeremonie hereingeplatzt sei. Da sonst
[01:23] keine Trauergäste gegeben hätte, habe
[01:26] der Verstorbene ihr so leid getan, dass
[01:28] sie geblieben sei. Nachdem Florence eine
[01:31] Weile lang erzählt hatte, eröffnet ihr
[01:33] der Anwalt, dass sein Klient von allen
[01:36] gehasst wurde und dass er deshalb
[01:38] verfügt hatte, dass sein Erbe an all
[01:40] jene ausgezahlt werden sollle, die an
[01:42] seiner Beerdigung teilnehmen. Und da
[01:45] Florence der einzige Gast auf der
[01:47] Beerdigung war, erbt sie sein gesamtes
[01:49] Vermögen von 43 Millionen Dollar.
[01:56] Ich
[02:00] hoffe ja manchmal, dass mir sowas auch
[02:03] mal passiert. Allerdings komme ich
[02:05] glücklicherweise eher selten an
[02:07] Beerdigung vorbei. Doch wäre es
[02:10] überhaupt möglich, dass einem so etwas
[02:12] passiert? Oder anders gefragt, ist diese
[02:15] Geschichte wirklich so passiert?
[02:19] Um das wirklich beantworten zu können,
[02:21] sollten wir uns direkt die wahre
[02:23] Hintergrundgeschichte anschauen, denn
[02:26] diese ist sehr speziell. Hier also die
[02:29] vermeintlich wahre
[02:31] Hintergrundgeschichte.
[02:39] Die vermeintlich wahre Geschichte hat
[02:42] mehrere Varianten, von denen zwei
[02:44] besonders hervorstechen.
[02:46] Die erste Version lautet: Eine Reisende
[02:49] musste eine Toilette aufsuchen und
[02:51] wollte nicht in einer menschenleen
[02:53] Gegend anhalten. Schließlich stieß sie
[02:56] auf ein Bestattungsinstitut.
[02:58] Sie ging hinein und wurde begrüßt. Man
[03:02] fragte sie, wen sie besuchen wolle. Sie
[03:04] gab an, niemanden sehen, sondern
[03:06] lediglich die Toilette nutzen zu wollen
[03:09] und schrieb aus Pietätsgründen ihren
[03:11] Namen und ihre Adresse ins Gästebuch.
[03:14] Sie ging auf die Toilette und verließ
[03:16] das Gebäude. Zwei Monate später erhielt
[03:20] sie einen Brief, in dem stand, das in
[03:22] John Jones Testament festgelegt war,
[03:25] dass jeder, der seine Beerdigung
[03:26] besucht, 000$ erben sollte. Sie war die
[03:31] einzige Besucherin und bekam. 000 $. Die
[03:35] zweite Version lautet folgendermaßen:
[03:38] Ein Spanier war in Polen geschäftlich
[03:41] tätig. Er stieß auf ein offenes
[03:43] Bestattungsinstitut, in dem ein Sarg zur
[03:46] Aufbahrung bereit lag. Neugierig ging er
[03:49] hin und war überrascht, niemanden dort
[03:51] anzutreffen. Er hatte Mitleid mit dem
[03:54] Toten, sprach ein Gebet über dem
[03:56] Leichnam und unterschrieb im Gästebuch.
[03:59] Ein Monat später erhielt er einen Anruf
[04:02] vom Anwalt des Toten. Offenbar hatte der
[04:05] Verstorbene in seinem Testament
[04:06] festgelegt, daß sein Millionenvermögen
[04:09] gleichmäßig unter allen Totenwache
[04:11] Teilnehmern aufgeteilt werden sollte.
[04:14] Der spanische Geschäftsmann war der
[04:16] einzige, der sich in das Buch
[04:18] eingetragen hatte und erbte dadurch ein
[04:20] Millionen Vermögen.
[04:23] Das sind erstmal die bekanntesten zwei
[04:25] Varianten. Nun könnte man sich fragen,
[04:28] wo die Geschichten denn herkommen bzw.
[04:30] wie die vermeintlichen Erben denn
[04:32] jeweils hießen. Das wird zwar nicht klar
[04:35] und ist auch nirgends zu finden. Jedoch
[04:37] gibt es gewisse Hinweise darauf, wo die
[04:40] Geschichte herkommen könnte.
[04:42] beispielsweise gibt es einen Artikel der
[04:44] Bildzeitung aus dem Jahr 1996
[04:48] über einen solchen Fall. Dieser lautet
[04:50] folgendermaßen:
[04:52] Ein spanischer Geschäftsmann und
[04:54] gläubiger Katholik, der während einer
[04:56] Reise nach Stockholm in einer Kirche
[04:58] betete, wurde zum Millionär.
[05:01] Die Kirche war bis auf einen Sarg mit
[05:03] dem sterblichen Überresten eines Mannes
[05:05] leer. Deshalb kniete Eduardo Sierra
[05:09] nieder und betete 20 Minuten lang für
[05:11] den Verstorbenen.
[05:13] Der 35-jährige Sierra trug sich in ein
[05:16] Kondolenzbuch ein, nachdem er eine Notiz
[05:18] gesehen hatte, auf der stand, dass
[05:20] diejenigen, die für den Verstorbenen
[05:22] beteten, ihren Namen und ihre Adresse
[05:25] eintragen sollten. Ihm fiel auf, dass er
[05:28] der erste war, der unterschrieb.
[05:30] Einige Wochen später erhielt er einen
[05:32] Anruf aus der schwedischen Hauptstadt,
[05:34] indem ihm mitgeteilt wurde, dass er
[05:36] Millionär sei. Jens Swenson, der Mann,
[05:40] für den er gebetet hatte, war ein
[05:42] 73-jähriger Immobilienhändler ohne nahe
[05:45] Verwandte. In seinem Testament hatte er
[05:48] festgelegt: "Wer für meine Seele betet,
[05:50] bekommt mein gesamtes Hab und Gut."
[05:56] Nachdem die Geschichte an den Kiosken
[05:58] erschienen war, versuchten verschiedene
[06:00] Journalisten den plötzlich reichen
[06:03] Eduardo Sierra ausfindig zu machen. Doch
[06:06] keiner hatte dabei Erfolg. Weder die
[06:09] schwedische Botschaft in Madrid noch die
[06:11] spanische Botschaft in Stockholm wussten
[06:13] etwas über Sierra, das Erbe oder
[06:16] Swenson. Eine deutsche Journalistin
[06:19] behauptete daraufhin, sie habe den Namen
[06:21] geändert, beharrte aber darauf, dass die
[06:23] Geschichte dennoch direkt vom
[06:25] glücklichen Erbenamme, der anonym
[06:27] bleiben wollte. Und die Bild als
[06:30] gesamtes gab zu dem Artikel keine
[06:32] weitere Erklärung ab. Somit kann man
[06:35] sagen, dass die Geschichte stimmen
[06:37] könnte oder eben nicht, wobei letzteres
[06:39] wahrscheinlicher zu sein scheint.
[06:42] Die vermutliche Erfindung der Geschichte
[06:44] wird noch dadurch unterstützt, daß 1986,
[06:48] also 10 Jahre zuvor, eine beinah
[06:50] identische Geschichte in verschiedenen
[06:52] amerikanischen Zeitungen erschien. Der
[06:55] Verstorbene hieß darin John Jones,
[06:58] während der vermeintliche Erbe nicht
[07:00] namentlich genannt wurde. Spielte sich
[07:03] die Hintergrundgeschichte also in den
[07:05] USA ab? Möglich. Doch ist der Name John
[07:08] Jones ein recht häufiger, weswegen der
[07:11] Wahrheitsgehalt der 1986 erschienenen
[07:14] Artikel nicht zurückverfolgbar ist. Doch
[07:17] auch diese Berichte sollte man nicht
[07:19] allzu ernst nehmen, denn es gibt eine
[07:21] Geschichte aus dem Jahr 1946,
[07:24] übrigens eine erfundene Geschichte, die
[07:26] in einem New Yorker Magazin erschien, in
[07:29] der zynische alte Jonas Grobt und ein
[07:32] Testament hinterlässt, in welchem er
[07:34] einen Großteil seines Erbes einem
[07:36] Katzenheim überlässt. Er hatte sechs
[07:39] Söhne und eine Tochter, die allesamt
[07:42] nicht bedacht wurden. Deshalb nahm
[07:44] keiner der Söhne an seiner Beerdigung
[07:46] teil. Seine Tochter jedoch war wirklich
[07:49] zutiefst in Trauer und nahm an seiner
[07:51] Beerdigung teil. Kurze Zeit später
[07:54] verlas ein Anwalt das echte Testament,
[07:57] in dem festgelegt war, dass der Nachlass
[07:59] des alten Mannes unter seinen liebenden
[08:01] Kindern aufgeteilt wird, die bei seiner
[08:04] Beerdigung anwesend sein werden. Und für
[08:07] mich klingt das beinahe wie der
[08:09] eigentliche Ursprung der als wahr
[08:11] angegebenen Folge von X-Faktor.
[08:21] Und das war die mehr oder weniger echte
[08:23] Hintergrundgeschichte zu der X-Faktor
[08:26] Folge das Erbe. Ich möchte hier
[08:28] anmerken, dass die Hintergrundgeschichte
[08:30] zwar nicht zurückverfolgbar ist, doch
[08:32] ich bin mir sehr sicher, dass genausowas
[08:35] irgendwann schon einmal vorkam. Solch
[08:38] eine Szenerie ist zu absurd, um nicht
[08:41] irgendwann schon einmal passiert zu
[08:42] sein. In diesem Sinne hoffe ich, dass
[08:45] euch dieses Video gefallen hat. Folgt
[08:47] mir gerne auch auf meinen anderen Social
[08:49] Medias, insbesondere Instagram,
[08:52] abonniert doch gerne meinen
[08:53] YouTube-Kanal, um keine Videos mehr zu
[08:55] verpassen. Ich wünsche euch noch einen
[08:57] schönen Tag, einen schönen Abend, eine
[09:00] schöne Woche, was auch immer. Euer Krone
[09:03] SK. Bis zum nächsten Mal.
