Kron-Factor: Das Autogramm des Teufels (X-Factor) - Die wahre Geschichte
https://www.youtube.com/watch?v=PF1d3bX-MhM
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[00:01] [Musik]
[00:22] Einen wunderschön und herzlich
[00:24] willkommen zu Kronfaktor.
[00:28] Hier suchen und finden wir die echten
[00:30] Hintergrundgeschichten zu den als wahr
[00:32] angegebenen Geschichten von X-Faktor,
[00:35] das Unfassbare.
[00:38] Heute mit der Folge: Das Autogramm des
[00:40] Teufels.
[00:42] Wieder einmal ein großer Dank an Pascal
[00:44] für die wunderbare Mitarbeitor.
[00:48] Und nun schauen wir uns das
[00:50] Teufelsautogramm einmal genauer an.
[00:59] In der Folge Das Autogramm des Teufels
[01:02] wird ein wegen Mordes an seiner Frau
[01:04] Angeklagter Mann vor Gericht aus Mangel
[01:07] an Beweisen freigesprochen.
[01:09] Nach dem Ende des Prozesses gesteht der
[01:11] Freigesprochene seinem Anwalt, der die
[01:13] ganze Zeit von der Unschuld seines
[01:15] Mandanten überzeugt war, dass er den
[01:17] Mord doch begangen hat.
[01:19] Der Anwalt ist entsetzt und gibt seinem
[01:21] Mandanten den Füller, den er aus Dank
[01:23] als Geschenk bekam, angewiedert zurück
[01:26] und sagt dabei die Worte, dass er den
[01:28] Füller selbst noch brauchen werde und
[01:30] zwar für das Autogramm des Teufels.
[01:33] Kurz darauf betritt der Mörder einen
[01:35] Aufzug, stürzt dabei und stirbt auf der
[01:38] Stelle. Die Spitze des Füllers hat sich
[01:41] ihm tief in sein Herz gebohrt und das
[01:43] Autogramm des Teufels erreichte ihn
[01:46] schneller als gedacht.
[01:55] Man könnte bei dieser Folge nun sagen,
[01:57] dass der Gerechtigkeit direkt genüge
[01:59] getan wurde. Oder man könnte auch
[02:02] meinen, dass es ausgesprochenes Pech für
[02:04] den Mandanten war. Was auch immer es
[02:07] aber war, es beantwortet nicht, ob es
[02:09] wirklich passiert ist. Kann so etwas
[02:12] denn wirklich passiert sein?
[02:15] Nun teilweise, es beruht auf einem
[02:18] wahren Fall, dessen Richtung aber dann
[02:21] doch etwas anders ist als in der Folge.
[02:24] Hier also die wahre
[02:25] Hintergrundgeschichte zu der Folge Das
[02:27] Autogramm des Teufels.
[02:37] Im Sommer 1973
[02:39] brachen vier Jugendliche zu einem
[02:41] Campingausflug in die Adon Deck
[02:44] Mountains im Staate New York auf.
[02:47] Die daraus resultierenden Ereignisse
[02:49] führten zu einem Fall, der eine
[02:51] landesweite Debatte über die
[02:53] Vertraulichkeit zwischen Anwalt und
[02:55] Mandant auslöste.
[02:57] Der Fall, allgemein als Fall der
[02:59] vergrabenen Leichen bekannt, ist
[03:01] heutzutage ein Bestandteil des Jur
[03:03] Studiums und behandelt Rechtsethik und
[03:06] Berufsverantwortung.
[03:08] Der Fall lief wie folgt ab.
[03:10] Ein Mann namens Robert Francis Garrow
[03:13] griff die vier Camper im Juli 1973 an
[03:16] und erstar dabei Philip Domblewski,
[03:19] während die anderen drei entkommen
[03:21] konnten und Hilfe holten. Nach einer
[03:24] zwölftägigen Fahung wurde Gar
[03:26] schließlich gefasst.
[03:28] Unmittelbar nach seiner Festnahme bat
[03:30] Garsanwalt Frank Armani, der ihn bereits
[03:33] in kleineren Fällen vertreten hatte, ihn
[03:35] in der Mordanklage zu vertreten. Das
[03:38] Gericht ann ernannte Amani und Francis
[03:41] Belch, einen weiteren Anwalt aus der
[03:43] Region zu Gaross Pflichtverteidigern.
[03:46] Während der Untersuchungshaft gestand
[03:48] Gar gegenüber seinen Anwälten den Mord
[03:51] an Domblewski.
[03:52] Er gestand auch weitere Verbrechen,
[03:54] darunter die Entführung, Vergewaltigung
[03:57] und Ermordung zweier Frauen, der
[03:59] sehnjährigen Elisha Ha und der
[04:01] 20-jährigen Susan Petz. Gar beschrieb
[04:05] die Orte, an denen er ihre Leichen
[04:07] abgelegt hatte. Seine Beschreibungen
[04:09] waren so detailliert, dass Belsch die
[04:12] Überreste beider Frauen finden und
[04:14] fotografieren konnte. Amani und Belsch
[04:17] erzählten niemanden von Gaross
[04:19] Geständnis.
[04:21] Die weiblichen Opfer galten weiterhin
[04:23] als vermiß, obwohl Gar schon zuvor als
[04:26] verdächtig in beiden Fällen galt. Doch
[04:29] konnte man ihm die Morde an den
[04:30] Jungenfrauen nicht nachweisen.
[04:33] Susan Petsz, verzweifelter Vater,
[04:35] konfrontierte Amani in seinem Büro und
[04:38] fragte ihn, ob er Informationen über
[04:40] seine Tochter habe. Da er durchaus
[04:43] Informationen hatte, jedoch an seine
[04:45] Schweigepflicht gegenüber seinem
[04:46] Mandanten gebunden war, lehnte er
[04:48] weitere Gespräche mit Pets Vater ab.
[04:52] Garos Anwälte standen vor dem Dilemma,
[04:54] ihre ethischen Pflicht nachzukommen, die
[04:56] ihnen von ihrem Mandanten übermittelten
[04:59] Informationen zu bewahren. Sie verfügten
[05:02] über Informationen, die es den Familien
[05:04] der ermordeten Mädchen ermöglicht
[05:06] hätten, das Schicksal ihrer Töchter zu
[05:08] erfahren und die Leichen ordnungsgemäß
[05:10] bestatten zu können. Amani musste zudem
[05:13] schmerzlich feststellen, dass er den
[05:15] Vater eines der Opfer kannte und dass
[05:17] sie eine Klassenkameradin von Amanis
[05:19] Tochter gewesen war.
[05:22] Die Anwälte bewahrten ihr Geheimnis und
[05:24] Garos Fall kam viele Monate später vor
[05:27] Gericht. In der direkten Befragung
[05:29] gestand Garo den Mord an Domlevwski
[05:32] sowie die Morde an den beiden vermissten
[05:34] Frauen. Er gestand außerdem mehrere
[05:37] Vergewaltigung und Entführung im Norden
[05:40] des Bundesstaates New York.
[05:42] Einen Tag nach Gaross Aussage gaben
[05:45] Amani und Bch öffentlich zu, daß sie von
[05:47] Anfang an über die Morde und den
[05:49] Verbleib der Leichen der beiden Frauen
[05:51] Bescheid wussten. Daraufhin wurden die
[05:54] Anwälte zur Zielscheibe großer
[05:57] öffentlicher Empörung, die auch vor
[05:59] Vandalismus und Morddrohung nicht halt
[06:01] machte, weshalb beide Anwälte gezwungen
[06:03] waren, mit ihren Familien umzuziehen, um
[06:06] ihre Sicherheit zu gewährleisten.
[06:09] Die Anwälte bestanden darauf, dass ihre
[06:11] Verschwiegenheitspflicht sie dazu
[06:12] verpflichtete, die von ihrem Mandanten
[06:14] preisgegebenen Informationen zu
[06:16] schützen. Die Juristengemeinschaft
[06:19] unterstützte Amani und Belch weitgehend,
[06:22] doch die breite Öffentlichkeit
[06:23] misstraute ab dem Moment nicht nur den
[06:25] beiden Anwälten, sondern Anwälten
[06:27] insgesamt.
[06:29] Doch speziell diese beiden Anwälte sahen
[06:32] durch ihr Handeln langjährige
[06:34] Freundschaften zerbrechen und mussten
[06:36] auch dabei zusehen, wie ihre Kanzleien
[06:38] langsam, aber sicher zugrunde ging.
[06:41] Gegen beide wurde auch von der Grand
[06:43] Jury ermittelt, wobei Belch sogar
[06:45] schließlich angeklagt wurde, weil er
[06:47] eine der Leichen fand, diese drehte, um
[06:49] sie besser fotografieren zu können und
[06:51] sie anschließend nicht meldete. Dies gab
[06:55] Belch alles zu. Doch bestand er darauf,
[06:57] dass er der Verschwiegenheit gegenüber
[06:59] seinem Mandantenwegen so handeln mußte.
[07:02] Die Anklage wurde dann jedoch von einem
[07:04] Richter fallen gelassen. Letztlich ging
[07:07] es um die Frage, ob die
[07:09] Verschwiegenheitspflicht gegenüber einem
[07:10] Mandanten oder die moralische Pflicht
[07:13] trauenden Eltern das eigene Wissen über
[07:15] einen Fall mitzuteilen höher wiegen.
[07:18] Juristisch gesehen wogt die
[07:19] Verschwiegenheitspflicht gegenüber dem
[07:21] Mandanten letztlich höher.
[07:24] Was aber beide Anwälte in dem Moment gar
[07:26] nicht wußten, war, daß sie zum Zeitpunkt
[07:28] von Garos Prozess, dem ABA Model Code of
[07:32] Professional Responsibility unterlagen.
[07:35] Dieser erlaubt es Anwälten, die Absicht
[07:38] ihres Mandanten, ein Verbrechen zu
[07:40] begehen und die zur Verhinderung des
[07:41] Verbrechens notwendigen Informationen
[07:44] offenzulegen, nicht jedoch vertraulich
[07:46] eingestandene frühere Handlung.
[07:49] Interessant daran war, dass beide
[07:50] Anwälte zugaben, von solch einem Kodex
[07:53] für Anwälte noch nie zuvor gehört zu
[07:55] haben, sondern sich an ihre Eide zur
[07:57] Vereidigung als Anwalt gehalten haben.
[08:07] Und das war die echte
[08:09] Hintergrundgeschichte zu der Folge Das
[08:11] Autogramm des Teufels.
[08:14] Das war zwar jetzt eher eine ethische
[08:16] Hintergrundgeschichte und keine
[08:18] paranormale, doch wir haben nun mehr
[08:20] schon genug Hintergrundgeschichten
[08:21] erlebt, als dass eben diese äußerst
[08:23] breit gefächert und teilweise auch sehr
[08:26] frei ausgelegt sind, wobei es eben auch
[08:29] schon jene Hintergrundgeschichten gab,
[08:31] die tatsächlich unerklärliche Fälle zum
[08:33] Thema hatten. Vielleicht kommt ja auch
[08:35] mal wieder ein solcher. In diesem Sinne
[08:38] hoffe ich, dass euch dieses Video
[08:40] gefallen hat. Folgt mir gerne auch auf
[08:42] meinen anderen Social Medias,
[08:43] insbesondere Instagram, abonniert doch
[08:46] gerne meinen YouTube-Kanal, um keine
[08:48] Videos mehr zu verpassen. Ich wünsche
[08:51] euch noch einen schönen Tag, einen
[08:52] schönen Abend, eine schöne Woche, was
[08:55] auch immer. Euer Krone SK. Bis zum
[08:59] nächsten Mal.
