Graffiti (X-Factor: Das Unfassbare) - Der echte Fall hinter der Folge! (Kron-Factor)
https://www.youtube.com/watch?v=Dhgd6sb0flM
Quelle: Deutsche YouTube-Untertitel; automatische Erkennung kann Fehler enthalten.

[00:19] Einen wunderschön und herzlich
[00:22] willkommen zu Chronfaktor bzw. dem
[00:25] Remake davon, wenn man so möchte. Ich
[00:28] lege die meisten der alten Kronfaktorvos
[00:31] noch einmal komplett neu auf und mache
[00:33] sie deutlich ausführlicher so das denn
[00:36] bei den jeweiligen
[00:36] Hintergrundgeschichten möglich ist. Ich
[00:39] suche in diesem Format die echten
[00:41] Hintergrundgeschichten zu den als wahr
[00:44] angegebenen Folgen von X-Faktor das
[00:47] Unfassbare.
[00:49] Und dies hat schon bei so mancher Folge
[00:51] gut geklappt. Deswegen reden wir heute
[00:54] über die X-Faktorfolge Graffity.
[01:06] In der X-Faktor Folge Graffiti geht es
[01:08] darum, dass an einer Schule plötzlich
[01:10] seltsame Schriftzüge bzw. Graffitis mit
[01:14] den Worten "Remember Pearl Harbor" bzw.
[01:17] Weise auf Deutsch denkt an Pearl Harbor
[01:19] auftauchen.
[01:21] Schuldirektor Harvey Block hat sofort
[01:23] das schwärzeste Schaf seiner Schule, den
[01:26] Schüler Johnny in Verdacht. Dieser wird
[01:29] bereits verdächtigt, kurz zuvor die
[01:31] Turnhalle in Brand gesetzt zu haben. Nun
[01:34] versucht Direktor Block mit allen
[01:36] Mitteln ein Geständnis aus dem Jungen
[01:38] herauszubekommen, dass dieser für die
[01:41] Graffitis verantwortlich sei. Johnny
[01:43] wirkt währenddessen gelassen und sogar
[01:46] beinah teuflisch.
[01:48] Der Direktor kann ihm letztlich nichts
[01:50] nachweisen, da zu der Zeit, in der beim
[01:52] Direktor ist, neue Graffitis auftauchen.
[01:56] Somit hat Johnny also quasi ein Alibi.
[02:00] Am Ende der Folge sieht man auf dem
[02:01] Kalender das Datum. Es ist der 5.
[02:04] Dezember 1941.
[02:07] Die Folge endet mit dem Satz: "Zwei Tage
[02:10] später griffen die Japaner unsere
[02:12] Marinebasis in Pearl Harbor an.
[02:24] Das klingt doch zunächst einmal überaus
[02:26] interessant.
[02:28] X-Faktor sagt uns hier im Grunde, dass
[02:30] der japanische Angriff auf Pearl Harbor
[02:32] vorhergesehen, aber nicht als Vorhersage
[02:35] verstanden wurde. Es ist ein
[02:37] historischer Fakt, dass die Japaner am
[02:40] 7. Dezember 1941 Pearl Harbor auf Hawaii
[02:44] angegriffen haben. Doch wäre eine solche
[02:47] Vorhersage nicht eine absolute Sensation
[02:50] gewesen, besonders wenn sie quasi zwei
[02:52] Tage vorher stattfand? Hätte sich dann
[02:55] die US-Marine nicht fragen lassen
[02:57] müssen, warum sie ein solches Warnsignal
[03:00] ignoriert hat?
[03:02] Nun, sicherlich wäre dies eine Sensation
[03:04] gewesen und in solch einem Fall hätte
[03:07] sich die US-Marine tatsächlich einige
[03:09] Fragen stellen sollen. Doch letztlich
[03:12] ist die Hintergrundgeschichte zu dieser
[03:14] Folge doch ein wenig anders.
[03:17] X-Faktor hat sich zum Teil zwar wirklich
[03:19] an ein Ereignis gehalten, was ziemlich
[03:22] ähnlich geschehen sein soll, doch hat
[03:24] sich die Serie bei dieser speziellen
[03:25] Folge ein wenig künstlerische Freiheit
[03:28] erlaubt. Trotz alledem führt uns die
[03:31] wahre Geschichte hinter Graffiti an eine
[03:34] Schule und zwar an die Owensville High
[03:37] School in Indiana.
[03:48] Trotz all der Geheimnisse und
[03:50] Spekulation, die diese Folge ummanteln,
[03:52] führt uns die wahre Geschichte hinter
[03:54] dem Graffiti zu einem eher
[03:56] unscheinbaren, aber bedeutsamen Ort, der
[03:59] Owensville High School in Indiana.
[04:03] Am frühen Morgen des 7. Dezembers 1939,
[04:06] also zwei Jahre vor dem Angriff auf
[04:08] Pearl Harbor, wurde auf dem Gehweg vor
[04:10] der Schule ein auffälliges Graffiti
[04:13] entdeckt, das mit leuchtend farbiger
[04:15] Kreide aufgezeichnet war. Die Worte
[04:18] remember Pearl Harbor standen dort groß
[04:21] und deutlich, ein Spruch, der in den
[04:23] späteren Zeiten eine ganz besondere
[04:25] Bedeutung tragen sollte. Was man auch
[04:28] wissen muß, bunte Kreide war damals eine
[04:31] sehr seltene Kostbarkeit, meist nur den
[04:34] Behörden und Forensikern vorbehalten.
[04:37] Die Bewohner der Stadt waren alarmiert,
[04:39] jedoch nicht wegen der Botschaft an
[04:41] sich, sondern wegen des offenkundigen
[04:43] Vandalismus, der an der Schule
[04:45] stattgefunden hatte. Vielleicht wäre die
[04:48] Feindzeligkeit gegen die Kreideschrift
[04:50] gar nicht so heftig ausgefallen, hätte
[04:52] es nicht Wochen zuvor mehrere
[04:54] Brandanschläge in der Gemeinde gegeben.
[04:57] Nach dem Kreidezeichner wurde nun
[05:00] intensiv gesucht, denn zu dieser Zeit
[05:02] war das, was wir heute als Graffiti
[05:04] bezeichnen, eine schwere Straftat.
[05:08] Laut einem Bericht, auf den sich diese
[05:09] ganze Geschichte übrigens letztlich
[05:11] bezieht, wurde zeitweise ein
[05:14] Sechstklässler namens Pedro verdächtigt,
[05:16] der Täter oder doch zumindest ein
[05:18] Mitwisser zu sein schien. Offenbar
[05:21] konnte diesem Petro aber nichts
[05:23] derartiges nachgewiesen werden. Es
[05:26] finden sich zumindest keine Dokumente,
[05:28] die ein Pedro in dieser Sache als Täter
[05:31] benennen. Ein anderer Hinweis besagte,
[05:34] dass eine mysteriöse Person der Täter
[05:36] gewesen sei. So berichtete anscheinend
[05:39] ein älteres Ehepaar davon, dass sie
[05:41] einen seltsamen Anhalter mitgenommen
[05:44] hätten. Dieser Mann sagte, dass er das
[05:47] Ehepaar zwar nicht für ihre Güte
[05:48] bezahlen könne, er aber über das Talent
[05:51] der Hellsäherei verfügen würde. Deswegen
[05:54] fragte das Ehepaar ihn aus Neugier, wann
[05:57] wohl der Zweite Weltkrieg enden würde.
[06:00] Er antwortete, dass der Zweite Weltkrieg
[06:03] am 14. August 1945
[06:06] enden würde und das stimmte beinah. Der
[06:10] Zweite Weltkrieg endete weltweit jedoch
[06:12] am 2. September 1945 mit der
[06:16] Kapitulation Japans. Trotzdem war der
[06:19] Hellseer sehr nah dran, so diese
[06:21] Geschichte denn wirklich stimmen sollte,
[06:24] denn die Quellen sowohl für den
[06:25] Kreideschriftzug als auch für Petro und
[06:28] den Hellseher sind eher mäßig gut bis
[06:31] schlecht.
[06:32] Diese ganzen Geschichten zu Remember
[06:34] Pearl Harbor basieren zum Großteil auf
[06:37] Erzählung ehemaliger Einwohner. Das soll
[06:40] nicht heißen, dass es zwangsläufig
[06:42] falsche oder erfundene Aussagen wären,
[06:44] aber die Möglichkeit, dies
[06:46] zurückzuverfolgen, ist eher weniger
[06:48] gegeben. Weiterhin soll es einen
[06:51] Zeitungsbericht darüber gegeben haben,
[06:53] der aber der Öffentlichkeit nicht
[06:55] zugänglich sein soll bzw. der in
[06:57] amerikanischen Archiven unter Verschluss
[07:00] liegen soll. Es wurde in einem späteren
[07:03] Artikel in einem Magazin für die
[07:05] Geschichte Indianas, auf den ich gleich
[07:07] noch einmal zu sprechen komme,
[07:08] spekuliert, dass die amerikanische
[07:10] Regierung dies tat, um die vermeintliche
[07:13] Vorahnung des japanischen Angriffs vor
[07:15] der Öffentlichkeit geheimzuhalten, weil
[07:18] ansonsten unliebsame Fragen hätten
[07:20] entstehen können. Das halte ich
[07:23] persönlich für weit hergeholt. nicht
[07:25] zwangsläufig des Inhaltes wegen, sondern
[07:28] wegen des Zeitpunkts, an dem das Magazin
[07:30] den Artikel veröffentlichtee.
[07:32] Denn das Magazin stellte die Behauptung
[07:35] des Unterschluss gehaltenen Artikels im
[07:37] Jahr 1957
[07:40] auf 1957,
[07:43] das sind beinah 18 Jahre, die zwischen
[07:46] dem vermeintlichen Ereignis und dem
[07:48] Magazinsartikel vergangen sind. Woher
[07:51] hatte das Magazin denn das vermeintliche
[07:53] Wissen? Natürlich können Sie Zeitzeugen
[07:56] gefragt haben, von denen kann natürlich
[07:59] der eine oder andere behauptet haben,
[08:01] dass es einen Artikel über das Graffiti
[08:03] gab. Doch woher nahm das Magazin das
[08:06] vermeintliche Wissen darüber, dass ein
[08:09] solcher Artikel, sollte es ihn denn
[08:10] jemals gegeben haben, unter Verschluss
[08:13] gehalten werde? Und mal realistisch
[08:15] betrachtet, es gibt durchaus
[08:17] Zeitungsartikel, die es nachweislich
[08:20] gab, die aber unter Verschluss gehalten
[08:22] werden. Das sind z.B. einige Artikel
[08:25] über vermeintliche Poltergeistfälle oder
[08:27] beispielsweise über Area 51. Und da ist
[08:31] es noch in gewisser Weise verständlich,
[08:33] dass sie unter Verschluss gehalten
[08:34] werden, denn die Möglichkeit, dass
[08:37] Geister oder Aliens existieren könnten,
[08:39] würde viele wahrscheinlich sehr stark
[08:41] verunsichern. Ich finde zwar trotzdem,
[08:44] daß solche Artikel öffentlich sein
[08:46] sollten, aber das ist wiederum eine ganz
[08:48] andere Geschichte. Aber warum sollte man
[08:51] realistisch gesehen einen Artikel über
[08:54] ein Graffiti mit der Aufschrift Remember
[08:56] Pearl Harbor unter Verschluss halten?
[08:59] Ja, das Graffiti soll auf den Tag genau
[09:02] zwei Jahre vor dem japanischen Angriff
[09:04] aufgetaucht sein, aber doch nicht in
[09:06] Pearl Harbor selbst. Es hätte doch kaum
[09:09] jemand einer möglichen Weissagung eine
[09:11] große Bedeutung beigemessen, auch
[09:13] nachträglich nicht. In meinen Augen ist
[09:16] die ganze Geschichte zwar vielleicht
[09:18] passiert, aber wahrscheinlich wurde ihr,
[09:20] sollte sie denn wirklich passiert sein,
[09:22] nachträglich zu viel Bedeutung
[09:24] beigemessen.
[09:26] Mehr lässt sich dazu auch wirklich nicht
[09:28] sagen. Das war jedenfalls die
[09:30] Hintergrundgeschichte zu der
[09:31] X-Faktorfolge Graffiti. Wie fandet ihr
[09:35] denn die Hintergrundgeschichte?
[09:37] Wird sie der Folge bzw. X-Faktor
[09:39] selbstgerecht?
[09:41] Schreibt es gerne mal in die Kommentare.
[09:44] Ich hoffe, dass euch dieses Video
[09:46] gefallen hat. Folgt mir gerne auch auf
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[09:56] verpassen. Ich wünsche euch noch einen
[09:59] schönen Tag, einen schönen Abend, eine
[10:01] schöne Woche, was auch immer. Euer Krone
[10:04] SK. Bis zum nächsten Mal.
