Echte Hintergrundgeschichten der wahren X-Factor-Folgen (Kron-Factor 2025)
https://www.youtube.com/watch?v=AaLj65ReGbA
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[00:20] Einen wunderschön und herzlich
[00:23] willkommen zu Kronfaktor.
[00:26] Hier suchen und finden wir die echten
[00:28] Hintergrundgeschichten zu den als wahr
[00:30] angegebenen Geschichten von X-Faktor,
[00:33] das Unfassbare.
[00:36] Und dieses Video beinhaltet nun alle
[00:38] Kronfaktorfolgen des Jahres 2025, da mir
[00:43] schon einige Male mitgeteilt wurde, dass
[00:45] ich manche meiner Folgen nur schwer
[00:47] finden lassen. Und deswegen werde ich ab
[00:50] jetzt jedes Jahr eine Zusammenfassung
[00:52] des letzten Jahres machen. Deswegen gibt
[00:55] es heute Kronfaktor in Spielfilmlänge.
[00:59] Viel Spaß.
[01:10] In der Folge eine Blume als Zeuge wird
[01:13] bei einem Blumenhändler eine Leiche
[01:16] gefunden.
[01:17] Offenkundig wurde der Tote, bei welchem
[01:20] es sich um den Ladenbesitzer handelt,
[01:22] ermordet.
[01:24] Detective Parker findet dabei jedoch
[01:26] weder Zeugen noch ein Tatmotiv,
[01:29] geschweige denn den Täter. Da es absolut
[01:32] keine Hinweise gibt, schlägt
[01:34] Parkhauskollege dien einen seltsamen
[01:37] Test vor. Man sle der Blumen an einen
[01:40] Lügendetektor anschließen, denn während
[01:44] seines Studiums habe ein Experiment
[01:46] seines Professors beobachtet, bei
[01:49] welchem dieser Pflanzen an einen
[01:51] Lügendetektor anschloss, um zu beweisen,
[01:54] dass Pflanzen auf Außenreize reagieren
[01:57] können. Da der Blumenhändler in seinem
[02:00] eigenen Laden ermordet wurde, bestünde
[02:02] doch zumindest die Möglichkeit, dass
[02:04] eine der Blumen als möglicher Zeuge in
[02:07] Frage käme. Parker lässt sich mangelser
[02:11] Spuren auf den Versuch ein. Die Blume
[02:15] wird also an einen Lügendetektor
[02:17] angeschlossen und einige Tatverdächtige
[02:19] werden in den Raum gebracht. Doch die
[02:22] Blume schlägt bei keinem an. Als jedoch
[02:25] dann der Neffe des Verstorbenen den Raum
[02:28] betritt, schlägt die Blume bzw. der
[02:31] Detektor plötzlich an. Es entstehen
[02:34] Wellen, die aussehen, als würde sich der
[02:36] sinnbildliche Herzschlag der Pflanze
[02:39] erhöhen. Daraufhin stellt sich heraus,
[02:42] dass der Neffe tatsächlich der Mörder
[02:45] seines Onkels ist.
[02:47] Eine Blume war hier also der einzige
[02:51] Tatzeuge.
[02:58] Eine Pflanze, die einen Mörder
[03:00] überführen kann, das wäre doch mal ein
[03:03] Fall sondergleichen.
[03:06] Nachweislich gibt es Fälle, in denen
[03:08] Tiere Mörder überführt haben, z.B.
[03:11] Hunde, die den Mörder laut anbälten oder
[03:14] aber ein Hund, der das Mordwerkzeug fand
[03:17] und es vor den Augen der Ermittler zum
[03:19] Täter brachte. Doch gibt es auch einen
[03:22] Fall, in dem eine Pflanze den Mörder
[03:25] überführte?
[03:26] Hat X-Faktor uns eine wahre Geschichte
[03:29] präsentiert?
[03:31] Teilweise ja. Daß eine Pflanze einen
[03:35] Mörder überführte, ist zwar eine
[03:37] verbreitete Legende, doch lassen sich
[03:39] keine nachweisbaren Fakten dazu finden.
[03:43] Dass Pflanzen jedoch möglicherweise mehr
[03:45] wahrnehmen als gedacht, scheint
[03:47] wahrscheinlich zu sein. Hier also die
[03:51] echte Hintergrundgeschichte hinter der
[03:53] Folge eine Blume als Zeuge.
[04:03] Die echte Hintergrundgeschichte dreht
[04:05] sich nicht um einen Mord, sondern um ein
[04:08] Experiment bzw. mehrere Experimente des
[04:12] ehemaligen CIA Mitarbeiters Clev Bexer.
[04:16] Dieser als Polygraphexperte geschätzte
[04:19] Bexer schloss im Jahre 1966
[04:22] das Blatt einer Zimmerpflanze an einen
[04:25] Galvanometer an. Dabei dachte er dann
[04:28] daran, die Pflanze anzuzünden.
[04:31] Wichtig hierbei ist, dass er nur daran
[04:33] dachte, dies aber nicht aktiv tat.
[04:37] Zu seinem Erstauen stellte er dabei
[04:40] fest, daß die Nadel des Lügendetektors
[04:42] nach oben ausschlug, sobald er daran
[04:45] dachte, die Pflanze anzuzünden.
[04:48] Dieser Anstieg elektrischer Impulse von
[04:51] Seiten der Pflanze schien darauf
[04:53] hinzudeuten, dass die Pflanze Stress
[04:56] oder Angst verspüren konnte. Seltsamer
[04:59] war jedoch, dass Bexerter nur daran
[05:01] dachte, der Pflanze zu schaden, aber
[05:04] nichts aktiv in der Richtung unternahm.
[05:07] konnte die Pflanze also seine Gedanken
[05:10] lesen? Bexer gab seine Entdeckung sofort
[05:13] an das CIA Forschungslabor weiter und
[05:16] schien überaus aufgeregt über seine
[05:19] Entdeckung gewesen zu sein. Einer der
[05:21] Forscher beschrieb es so.
[05:24] Bexer hatte das Gefühl, als mußse er auf
[05:26] die Straße rennen und der Welt zurufen,
[05:29] Pflanzen können denken.
[05:32] Die Forscher schlossen daraufhin im
[05:34] Laufe der nächsten Wochen dutzende
[05:36] Pflanzen an Lügendetektoren an, darunter
[05:40] weitere Zimmerpflanzen, kleine Bäume und
[05:43] ähnliches.
[05:44] Und sie alle reagierten wie Bexers
[05:47] Zimmerpflanzen auf äußerliche Impulse.
[05:51] Dabei reagierten sie sowohl auf
[05:53] wirkliche Versuche, innen Schaden
[05:55] zuzufügen, als auch auf die bloßen
[05:57] Gedanken, ihn etwas anzutun.
[06:00] Aber sie reagierten auch auf positive
[06:03] Gedanken, wie z.B., dass man den
[06:05] Pflanzen Wasser geben wolle. Doch bei
[06:08] den Experimenten offenbarte sich noch
[06:11] viel mehr. Bei ihnen nicht bekannten
[06:14] Personen reagierten die Pflanzen nur in
[06:17] [musik] unmittelbarer Nähe. Handelte es
[06:20] sich jedoch um eine Person, die der
[06:22] Pflanze vertraut war, so konnte sie die
[06:24] Gedanken über größere Entfernung lesen.
[06:28] In weiteren Experimenten sollte das
[06:30] vermeintliche Gedächtnis der Pflanzen
[06:32] getestet werden. Dabei kam es ebenfalls
[06:36] zu erstaunlichen Ergebnissen.
[06:39] So wurde beispielsweise eine Pflanze vor
[06:41] den Augen der angeschlossenen Pflanze
[06:44] getötet.
[06:46] Als dann sechs Verdächtige zu der
[06:48] Pflanze geschickt wurden, schlug diese
[06:50] ausschließlich beim Täter an, und diese
[06:54] Art Experiment klückte mehrfach.
[06:57] Jedoch befanden andere Institute, daß
[07:00] die ganze Versuchsreihe viel zu
[07:02] störanfällig sei, weshalb nur wenige
[07:05] wissenschaftlicher Magazine es
[07:07] veröffentlichten.
[07:09] Größtenteils waren es Magazine, die sich
[07:12] speziell mit Pflanzen befassten.
[07:15] Auch das Journal of Parapsychology
[07:17] veröffentlichte mehrere Artikel dazu.
[07:20] Doch ein größeres Medieninteresse blieb
[07:23] leider aus und bleibt es bis heute.
[07:36] In der Folge, Die Brücke im Wald, ist
[07:39] die begeisterte Wanderin Trish Cob
[07:42] praktisch in jeder freien Minute im
[07:44] Wald.
[07:45] Während einer ihrer Wanderung stößt sie
[07:48] eines Tages auf eine alte Hängebrücke
[07:50] mitten im Wald. Diese will sie mit einem
[07:53] schlechten Gefühl überwinden.
[07:56] Nach wenigen Schritten zieht ein
[07:58] heftiger Sturm auf, wodurch sich Trish
[08:00] auf der Brücke nicht mehr bewegen kann.
[08:04] Als Trish sich sicher ist, daß sie
[08:05] gleich sterben wird, erscheint vor ihr
[08:08] auf einmal eine Krankenschwester, die
[08:10] ihr dabei hilft, die Brücke doch noch zu
[08:12] überqueren, bevor diese einstürzt.
[08:16] Dabei kann Trish auch den Namen der
[08:17] Krankenschwester erkennen, Margaret
[08:20] Lang. Kurz darauf ist die
[08:22] Krankenschwester spurlos verschwunden.
[08:25] Als Trish ihren Eltern und einem
[08:27] Polizisten von ihrem Erlebnis erzählt,
[08:29] stellt sich heraus, dass sie eigentlich
[08:32] adoptiert ist. Weil ihre leibliche
[08:34] Mutter starb, als Trish noch ein Baby
[08:36] war. Der Name der Mutter war Margaret
[08:40] Lang.
[08:48] Ich muss ehrlich sagen, dass ich diese
[08:49] Folge beiner komplett aus meiner
[08:51] Erinnerung verloren hatte. Dabei fiel
[08:54] mir jetzt erst auf, dass die Folge
[08:56] eigentlich recht schön ist. Aber daß sie
[08:59] schön ist, bedeutet ja noch nicht, daß
[09:01] sie auch wirklich wahr ist, oder doch?
[09:05] Beruht diese Folge auf einem wirklich
[09:07] echten Fall?
[09:09] Mehr oder weniger. Die Brücke, die als
[09:12] Vorbild galt, existiert wirklich und es
[09:15] passieren dort auch einige seltsame
[09:17] Dinge. Doch der Folge an sich wird es
[09:20] nur teilweise gerecht. Schauen wir uns
[09:23] also die wahre Hintergrundgeschichte
[09:25] einmal an.
[09:33] Die Hintergrundgeschichte führt uns nach
[09:35] San Antonio in Texas. Über diese Stadt
[09:39] ranken sich unzählige Legenden über
[09:41] Geistererscheinung, die mal mehr und mal
[09:44] weniger gut zu recherchieren sind.
[09:47] Unter anderem soll sich auch die
[09:48] Hintergrundgeschichte von rote Augen in
[09:51] San Antonio zugetragen haben. Und da ich
[09:53] des öfteren danach gefragt werde, nein,
[09:56] das Fate Magazine hatte mir nicht
[09:58] geantwortet.
[09:59] Andere Legenden sprechen von einer
[10:01] mysteriösen Eselsfrau, von
[10:04] Eisenbahnschienen mit Phantomzügen und
[10:06] von einem Monster in der Kanalisation.
[10:09] Was unsere Geschichte angeht, so dreht
[10:12] sich alles um eine Brücke. Diese Brücke
[10:15] wird von den Einheimischen als Devils
[10:17] Bridge, also Teufelsbrücke bezeichnet
[10:20] und befindet sich in der Ashley Road in
[10:22] San Antonio.
[10:24] Allein um diese Brücke ranken sich
[10:26] bereits unzählige Legenden.
[10:29] So heißt es, dass nach Einbruch der
[10:31] Dunkelheit ein so dichter schwarzer
[10:33] Nebel an der Brücke aufzieht, dass man
[10:36] nichts mehr vor sich erkennen könne.
[10:38] selbst dann nicht, wenn man ein Licht
[10:40] bei sich hat. Viele sagen, dass dort ein
[10:43] Dämon für die Dunkelheit verantwortlich
[10:46] sein soll. Dazu kann ich persönlich
[10:48] nichts sagen, wobei ich einige
[10:50] Erfahrungsberichte gelesen habe, die
[10:52] davon sprachen, dass es auf der Brücke
[10:54] in der Nacht ungewöhnlich dunkel sei.
[10:58] Manche berichten auch davon, dass auf
[11:00] der Brücke absolut keine Geräusche zu
[11:03] hören sein, selbst wenn man sie selbst
[11:05] mache. Etwas handfester sind einige
[11:08] Tonaufnahmen von der Brücke, auf denen
[11:10] seltsame und gruselige Geräusche zu
[11:13] hören sind, wobei sich nicht sagen
[11:15] lässt, welche davon echt sind. und
[11:17] welche nicht. Alles in allem bietet die
[11:19] Brücke genug Stoff für unheimliche
[11:22] Geschichten, so auch für eine
[11:24] Geschichte, die offenbar als
[11:26] Hintergrundgeschichte für die
[11:27] X-Faktorfolge die Brücke im Wald genutzt
[11:30] wurde. Diese Geschichte besteht zum Teil
[11:33] aus einer Legende und zum Teil aus einem
[11:36] echten Fall. Fangen wir mal mit dem
[11:38] Legendenteil an. Neben einem Dämon soll
[11:42] auf der Brücke bereits des öfteren eine
[11:44] kopflose Frau gesehen worden sein. Sie
[11:47] macht nichts, sondern steht einfach nur
[11:49] da. Interessant ist, dass es auch eine
[11:52] Legende über eine kopflose Frau im
[11:55] Christospital
[11:57] gibt. Dieses Krankenhaus ist nicht sehr
[12:00] weit weg von der Brücke, weshalb manche
[12:02] glauben, dass es sich bei beiden
[12:03] kopflosen Frauen um dieselbe handelt.
[12:07] Diese kopflose Frau soll angeblich auch
[12:10] manchmal vor fahrenden Autos auftauchen,
[12:13] wobei es nur selten zu Unfällen kam, bis
[12:16] auf einmal. Und dieser Unfall ist auch
[12:19] die Hintergrundgeschichte.
[12:21] Am 7. März 1965 ereignete sich gegen 0
[12:25] Uhr ein tragischer Unfall auf der
[12:27] Brücke. Bei diesem wurde eine 41-jährige
[12:30] Frau namens Victoria Ann Bruzard tödlich
[12:34] verletzt.
[12:35] Ihr Ehemann. Bruard war der Fahrer des
[12:38] Autos und überlebte den Unfall mit
[12:41] leichten Verletzung. Dieser sagte aus,
[12:44] daß er die Brücke wegen eines dunklen
[12:46] Nebels kaum sehen konnte. Und als er
[12:49] über die Brücke fuhr, glaubte er, die
[12:51] Silhouette einer Frau gesehen zu haben,
[12:54] weshalb er das Steuer herumriss und
[12:56] gegen eine Brüstung der Brücke fuhr.
[12:59] Später sagte er noch, dass er sich
[13:01] glaube zu erinnern, dass die Frau auf
[13:03] der Brücke so wirkte, als hätte sie
[13:05] keinen Kopf gehabt. Und das war es auch
[13:09] schon mit der Hintergrundgeschichte.
[13:11] Mehr lässt sich dazu leider nicht sagen.
[13:14] Nun könnte man sagen, dass die
[13:16] Geschichte nicht viel gemeinsam mit der
[13:18] X-Faktorfolge hat. Und das stimmt auch.
[13:21] Schaut man sich jedoch auf
[13:23] englischsprachigen Seiten über X-Faktor
[13:25] um, so stößt man im Zusammenhang mit
[13:27] dieser Folge irgendwann auf San Antonio.
[13:31] Und geht man noch tiefer, dann stößt man
[13:33] auch auf die Devils Bridge. Und die
[13:36] Legenden im Zusammenhang mit dem Unfall
[13:38] sind das einzige, was zu der Folge so
[13:41] einigermaßen zu passen scheint.
[13:54] In der X-Faktorfolge Die Brautjungfer
[13:56] erlebt Lucy das traurige Schicksal einer
[14:00] ewigen Brautjungfer, die keinen Mann
[14:02] fürs Leben findet, während ihre
[14:04] Schwester Brenda mit Allen ihren
[14:07] Traummann gefunden hat, den sie am
[14:09] Anfang der Folge heiratet.
[14:12] Doch kurz nach der Hochzeit verschwindet
[14:14] Allan plötzlich spurlos.
[14:17] Einige Monate später glaubt Lucy, ihren
[14:20] eigenen Traummann in Corey gefunden zu
[14:22] haben. Doch als die beiden sich zum
[14:25] ersten Mal treffen, bemerkt Lucy, dass
[14:28] es sich bei Corey um den verschollenen
[14:30] Allen handelt, der bei einem Bootsunfall
[14:33] sein Gedächtnis verloren hatte. Bald
[14:36] schon kommen Allens Erinnerungen wieder,
[14:38] wobei er sich erneut in seine Frau
[14:41] Brenda verliebt und sie erneut heiratet.
[14:45] Lucy hingegen erleidet weiterhin das
[14:47] Schicksal als ewige Brautjungfer.
[14:57] Diese Folge ist nicht unbedingt
[14:59] mysteriös, wobei es doch recht
[15:02] unwahrscheinlich ist, dass man seinem
[15:04] eigenen Schwager, der sein Gedächtnis
[15:06] verloren hat, zufällig begegnet.
[15:09] Wie wahr ist also diese Geschichte? Ist
[15:12] so etwas wirklich passiert?
[15:15] Ja, ist es, wenn auch ohne die
[15:17] Brautjungfer.
[15:19] Was hier passierte, ist durchaus recht
[15:21] unwahrscheinlich, aber nachweislich
[15:24] wirklich passiert. Und weil es schon
[15:26] perfekt zusammengefasst wurde, zitiere
[15:29] ich im folgenden den betreffenden
[15:31] Artikel aus der Los Angeles Times vom
[15:34] 28. Dezember 1985.
[15:44] Lautchmand New York.
[15:47] Ein Mann, der nach einer Amnesie und
[15:49] seinem Verschwinden vorzehn Jahren für
[15:52] Tod erklärt wurde, schlägt sich den
[15:54] Kopf, erlangt sein Gedächtnis zurück,
[15:56] kehrt nach Hause zurück und umarmt seine
[15:58] treue Frau am Weihnachtstag.
[16:01] Wie kitschig das ist? Da fragt man am
[16:04] besten James und Ann McDonald, bei denen
[16:07] sich dieses Drehbuch diese Woche im
[16:09] wirklichen Leben abspielte.
[16:12] Es ist wie im Märchen", sagte McDonald
[16:15] am Freitag mit dem Akzent ihrer
[16:17] Heimatstadt Cork in Irland.
[16:20] Seit ihr Mann am 29. März 1971
[16:24] verschwand und obwohl sie ihn 1976 für
[16:27] Tod erklären ließ, um ihr Leben
[16:29] weiterführen zu können, sagte sie, sie
[16:31] habe immer noch gehofft, gehofft,
[16:33] gehofft, dass er vielleicht eines Tages
[16:36] zurückkommen werde. Sie blieb imselben
[16:39] Haus in einem New Yorker Vorort und
[16:41] führte ihren Telefonbucheintrag auch
[16:44] unter seinem Namen. Am Weihnachtsmorgen
[16:47] war Mes McDonald gerade von der Kirche
[16:49] zurückgekommen und bereitete spätes
[16:52] Frühstück zu, als es plötzlich an der
[16:54] Tür klingelte.
[16:56] "Hallo Ann", sagte der 64-jährige an der
[16:59] Tür. "Es kam aus heiterem Himmel", sagte
[17:02] Misses McDonald. Er hatte einen Bart und
[17:05] sah aus wie der Weihnachtsmann.
[17:07] Ich dachte, es wäre ein Witz, doch dann
[17:10] erkannte ich ihn. Er ist jetzt so dünn.
[17:14] McDonald erzählte seiner Frau, er habe
[17:16] die letzten Jahre in Philadelphia als
[17:19] Jim Peters verbracht. Als Koch,
[17:22] Barkeeper und Weihnachtsmann für Kinder
[17:24] in einem Weisenhaus gearbeitet und hatte
[17:27] sein Gedächtnis komplett verloren. Er
[17:30] lebte zurückgezogen in einem Haus, das
[17:32] er gekauft hatte und spielte
[17:34] gelegentlich Poker mit Freunden. An
[17:37] Heiligabend, sagte er, habe er sich im
[17:39] Keller des Imbisses, in dem er
[17:41] arbeitete, den Kopf gestoßen. Die
[17:44] verlorenen Erinnerungen an sein Leben
[17:46] enlargement kam zurück und er fuhr mit
[17:48] dem nächsten Zug nach Hause. "Ich hatte
[17:51] von Anfang an das Gefühl, dass er an
[17:53] Amnesie leiden musste", sagte George
[17:56] Mercury, ein ehemaliger Kriminalbeamter,
[17:59] der McDonald's Verschwinden untersucht
[18:01] hatte. Mes McDonald sagte, sie habe
[18:04] während der Jahre, in denen sie wartete
[18:07] und sich als Krankenpflegehelferin über
[18:09] Wasser hielt, auch an Amnesie gedacht.
[18:12] Er hatte zwei Unfälle und erlitt
[18:14] Kopfverletzung, sagte sie. Die
[18:17] kinderlosen McDonald's waren 11 Jahre
[18:19] verheiratet, als McDonald am 24. Februar
[18:22] 1971 zu Hause die Treppe
[18:25] hinunterstürzte.
[18:27] Am nächsten Tag verlor er bei einem
[18:29] heftigen Niesanfall die Kontrolle über
[18:31] sein Auto und prallte gegen einen Mast.
[18:34] Ein Tag später klagte er bei der Arbeit
[18:37] über Kopfschmerzen und stürzte nach
[18:39] einem Schwindelanfall eine Treppe
[18:40] hinunter.
[18:42] Am 11. März erlitt er bei einem weiteren
[18:44] Autounfall eine leichte
[18:46] Gehirnerschütterung und war kurzzeitig
[18:48] bewusstlos.
[18:50] Am 29. [musik] März erinnerte sich Mr.
[18:52] McDonald, machte er sich von einer
[18:54] Besorgung zu Fuß auf den Heimweg, als er
[18:57] plötzlich Kopfschmerzen hatte und
[18:59] dachte, etwas frische Luft würde sie
[19:01] lindern. Plötzlich war er in
[19:03] Philadelphia.
[19:05] "Ich weiß nicht, wie ich dorthingekommen
[19:07] bin", sagte er. Auch über sich selbst
[19:10] wußte er nichts mehr, außer daß sein
[19:12] Vorname Jim war. Den Namen Peters
[19:15] übernahm er von einem Laden. Wenn mich
[19:18] die Leute fragten, wo ich geboren bin
[19:20] und woher ich komme, sagte ich, das
[19:22] kennt niemand, sagte Mr. McDonald. Er
[19:25] sagte, es sei ihm nicht in den Sinn
[19:27] gekommen, zur Polizei oder zum Arzt zu
[19:29] gehen. Jetzt, da er wieder zu Hause ist,
[19:32] möchte McDonal seinen alten Job als
[19:34] Briefträger im Postamt von Largem wieder
[19:37] aufnehmen. Es gibt auch viel Papierkram,
[19:40] sich offiziell wieder in den Kreis der
[19:42] Lebenden einreihen zu lassen und etwas
[19:44] mit der Versicherungsgesellschaft zu
[19:46] regeln, die die Leistung an seine Frau
[19:48] zahlt.
[19:59] Die Folge ist tatsächlich ziemlich
[20:01] schnell erzählt.
[20:03] Kell entdeckt während seiner LKWtour
[20:05] einen Unfall und rettet dem Unfallopfer
[20:08] Sam das Leben. 5 Jahre später ist Sam
[20:11] auf genau derselben Straße unterwegs,
[20:14] auf der er einst beinah gestorben wäre.
[20:17] Dann entdeckt er einen Unfall und eilt
[20:19] sofort dorthin. Dabei kann er einen Mann
[20:22] aus dem Frack bergen. Es stellt sich
[20:25] heraus, dass es sich bei dem Unfallopfer
[20:27] um niemand anderen als Kerl handelt.
[20:30] Jenen Mann, der Samf Jahre zuvor an
[20:34] genau derselben Stelle das Leben
[20:36] gerettet hatte.
[20:44] Man muss schon sagen, dass es doch recht
[20:46] unwahrscheinlich zu sein scheint, dass
[20:49] der eine dem anderen das Leben rettet
[20:51] und sich dasselbe Szenario 5 Jahre
[20:53] später nur in umgekehrter Konstellation
[20:56] wiederholt.
[20:58] Noch unwahrscheinlicher scheint es, dass
[21:00] dies an genau derselben Stelle passiert.
[21:03] Hat X-Faktor also möglicherweise etwas
[21:06] Banales stark ausgeschmückt und daraus
[21:09] eine Folge gemacht. So wie Sie es schon
[21:11] einige Male taten, ist diese Geschichte
[21:14] wirklich so passiert?
[21:17] Ja, ist sie. Diese Geschichte ist
[21:20] tatsächlich wahr und beinah eins zu eins
[21:23] so passiert wie in der Folge.
[21:32] Die echte Hintergrundgeschichte handelt
[21:34] von dem Streifenpolizisten
[21:36] Allen Farby aus Elasso in Texas.
[21:41] Im Juni 1977
[21:43] verfolgte dieser einen LKW mit seinem
[21:45] Motorrad, wobei er dabei die Kontrolle
[21:48] über sein Fahrzeug verlor, hinstürzte
[21:51] und sich das Bein dabei verletzte. Zu
[21:54] seinem Glück kam jedoch nach kurzer Zeit
[21:56] der Geschäftsmann Alfred Smith vorbei.
[22:00] Dieser konnte mit seiner Krawatte die
[22:02] schweren Blutung von Farby unterbinden,
[22:05] wodurch dessen Leben von Smith gerettet
[22:07] wurde. Farby war überaus dankbar für die
[22:11] Rettung seines Lebens und Smith war
[22:13] froh, dessen Leben gerettet haben zu
[22:15] dürfen.
[22:17] 5 Jahre später, im Jahr 1982
[22:20] waren Farby gerade auf Streife auf jener
[22:24] Straße, auf der einst fast gestorben
[22:26] wäre. Plötzlich kam per Funk rein, dass
[22:30] auf eben dieser Straße ein Auto gegen
[22:32] einen Baum geprallt sei. Farbi nahm den
[22:35] Notruf entgegen und begab sich sofort
[22:38] zum Unfallort.
[22:40] Zunächst stellte Farby fest, daß das
[22:42] Opfer genau dieselben Verletzung aufwies
[22:45] wie er selbst vor 5 Jahren. Dann konnte
[22:48] er die Blutung mit Hilfe seiner Krawatte
[22:50] stoppen und den Verletzten in eine
[22:52] bessere Position drehen. Und dann der
[22:56] Schock und die Erkenntnis. Bei dem
[22:58] verletzten Mann handelte es sich um
[23:00] Alfred Smith, der ihm 5 Jahre zuvor auf
[23:04] dieselbe Weise das Leben gerettet hatte.
[23:07] Smith überlebte und die beiden Männer,
[23:10] die sich gegenseitig auf dieselbe Art
[23:12] und Weise das Leben gerettet hatten,
[23:14] waren ab dem Zeitpunkt gute Freunde
[23:16] geworden. Wichtig zu erwähnen wäre noch,
[23:19] dass Smith nicht in der Region um Elasso
[23:22] lebte, diese Straße also so gut wie nie
[23:25] nutzte.
[23:36] In der X-Faktorfolge T begibt sich die
[23:39] Malerin Beth in den Park, um dort nach
[23:42] besonderen Motiven zu suchen. Dabei
[23:45] fällt ihr eine alte Frau auf einer
[23:47] Parkbank auf, von der sie sich magisch
[23:50] angezogen fühlt. Beff bittet die alte
[23:54] Frau, die den Namen Tägt, diese malen zu
[23:57] dürfen, woraufhin sie schließlich
[24:00] porträtiert.
[24:01] Dabei erzählt T, daß sie einst ihre
[24:04] Tochter verloren hat. Als Beff später
[24:07] ihrer Mutter das Portrait von Tans
[24:09] zeigt, wirkt diese äußerst schockiert.
[24:13] Sie möchte T unbedingt treffen, wobei B
[24:16] nicht erfährt, warum sie das will. Es
[24:19] stellt sich schließlich heraus, daß Bffs
[24:21] Mutter die todgeglaubte Tochter von T
[24:24] ist, während sie selbst dachte, dass
[24:27] ihre Mutter einst in Auschwitz ermordet
[24:30] worden wäre.
[24:38] Tochter, Mutter und Großmutter treffen
[24:41] sich durch eine seltsame Fügung mitten
[24:43] in Amerika, wobei die Mutter und die
[24:46] Großmutter jeweils glaubten, die andere
[24:48] wäre tot.
[24:50] Sowas soll es ja durchaus geben, ist
[24:52] aber in Wirklichkeit überaus selten und
[24:55] passiert auch eher, wenn sich jemand
[24:57] aktiv auf die Suche begibt. Doch wie
[25:00] wahrscheinlich ist es, dass sich drei
[25:02] Generationen durch eine seltsame Fügung
[25:05] begegnen? Oder anders gefragt, kann
[25:08] diese Geschichte wirklich so oder so
[25:11] ähnlich passiert sein?
[25:13] Ja, kann sie und ist sie. Wenn sich
[25:16] X-Faktor hier auch einige Freiheit
[25:19] genommen hat, da die echte Geschichte
[25:21] dann doch etwas anders ablief als in der
[25:23] Folge. In diesem Fall präsentiere ich
[25:26] euch die Hintergrundgeschichte in Form
[25:28] eines Artikels des Spiegel, der alles
[25:31] bereits perfekt zusammenfasst.
[25:34] Hier also die echte
[25:36] Hintergrundgeschichte.
[25:44] Zinaida ist 3 Jahre alt, als sie ins KZ
[25:47] gesperrt wird, als die Ärzte ihre
[25:50] Experimente beginnen. Ihre Eltern geben
[25:53] die Tochter verloren. Sie suchen nicht
[25:55] nach ihr. Doch Zida überlebt trotz
[25:59] allem. Zum Jahrestag der
[26:01] Auschwitzbefreiung erzählt sie ihre
[26:03] Geschichte.
[26:04] Ausgerechnet an der Nummer werden Sie
[26:06] sich erkennen. 77370.
[26:10] Wie hatida Grinewitsch die Tätowierung
[26:13] ihr Leben lang gehasst? Diese blassen
[26:16] blauen Zahlen auf ihrem linken Arm. Der
[26:19] Zug fährt ein, Türen springen auf.
[26:23] Zineida Grinewitsch spürt ihre
[26:25] Herzschläge bis hinauf in die Schläfen.
[26:28] Eine ältere Dame steuert hastig auf sie
[26:30] zu, während andere Reisende noch mühsam
[26:33] die Koffer aus dem Wagon wuchten. Das
[26:36] muss sie sein. Ihre Mutter Julia
[26:39] Pasnikova.
[26:41] Die alte Frau greift den linken Unterarm
[26:43] von Zida. 77370.
[26:47] Ihre Lippen beben, als sie die Zahlen
[26:50] liest. Jene fünf Ziffern, die kleine
[26:53] Zida Grenowsch in die Haut tätowiert
[26:55] bekam, als sie noch keine dre Jahre alt
[26:58] war. Am 14. Juni 1944
[27:01] im Konzentrationslager
[27:03] Auschwitz-Bürkenau.
[27:05] 30 Jahre hatte sie auf diesen Augenblick
[27:08] gewartet, aber jetzt kann sie nicht
[27:10] einmal glücklich sein, darüber ihre
[27:12] Mutter zu sehen, ihre drei Brüder und
[27:15] ihre Schwester. An diesem klaren
[27:17] Sommertag im Jahr 1975
[27:20] scheint die Sonne mild auf den Lemberger
[27:22] Bahnhof. Am Morgen hatte es geregnet.
[27:26] Die Luft ist frisch, wie schon seit
[27:28] Tagen nicht mehr.
[27:29] Doch Zida Grinewitsch fühlt sich als
[27:32] müsste sie gleich vor Aufregung
[27:34] ersticken. "Du bist es", sagt die
[27:37] Mutter, die die Zahlen 77369
[27:40] auf ihrem linken Arm trägt. "Mein Gott,
[27:43] meine kleine Zineida, du bist es
[27:45] wirklich."
[27:47] Das war also der Moment, den sie sich
[27:49] immer gewünscht hatte. All die
[27:51] Ungewissheit hatte ein Ende gefunden.
[27:54] Doch eine Frage bleibt offen. Ein
[27:56] Vorwurf, der die Mutter schmerzt,
[27:58] genauso wie die Tochter. Warum hast du
[28:01] mich in all den Jahren nicht mehr
[28:03] gesucht? Genau. 77370.
[28:07] Du hast die Nummer gewusst. Das ist
[28:10] alles, was die Tochter zur Mutter sagen
[28:12] kann. Beide Frauen weinen. Zineida
[28:15] Grinewitsch, geborene Pasnikova, weiß
[28:18] nicht, ob an jedem Tag Freude oder
[28:21] Verletzung überwiegen. Der 21. Juli 1975
[28:26] stellte das Leben von Zida Grenowits auf
[28:28] den Kopf. Sie blickt kurz aus dem
[28:31] Fenster ihrer Wohnung im dritten Stock.
[28:34] Unten das übliche Winterchaos in den
[28:36] Wohnblock Außenbezirken von Lemberg.
[28:40] Fußgänger, die zwischen grauen Fassaden
[28:42] über vereiste Gehwege schlittern. Ein
[28:44] alter Lader, der langsam ein Pfützen
[28:47] mehr quert und den Fußgängern dabei eine
[28:49] Flut Dreckwasser vor die Füße schüttet.
[28:52] Alltag im Jahr 2013. Auf dem
[28:55] Wohnzimmertisch von Zanida Krinewitsch
[28:58] liegt die Vergangenheit klar geordnet.
[29:01] Die Bestätigung des Suchdienst des Roten
[29:03] Kreuzes über ihre Kazetthaft und die
[29:06] ihre Mutter. Alte Schwarz-weißbilder,
[29:09] die eine junge Frau mit ihrer
[29:10] wiedergefundenen Familie zeigen, mit
[29:13] ihren Brüdern, der Mutter, der
[29:15] Schwester, Tanten und Verwandten und
[29:18] einer Zida Krinewitsch, die dabei stets
[29:21] ernst in die Kamera blickt. Dann ist da
[29:24] noch ein alter Zeitungsausschnitt
[29:26] mit einem Bild, das in Auschwitzkenau
[29:29] kurz nach der Befreiung entstand. Kinder
[29:32] in Häftlingskleidern mit alten traurigen
[29:35] Augen, Stacheldraht, Wachtürme.
[29:38] Links hält eine Krankenschwester ein
[29:40] kleines Bündel Mensch im Arm, Zineida.
[29:44] Das Bild entstand kurz bevor das Kind
[29:46] mit zwei anderen nach Lemberg in ein
[29:49] Weisenhaus geschickt wird. Seit einigen
[29:52] Monaten ist da die Dreijährige bereits
[29:54] von ihrer Mutter getrennt. Sie wurde ins
[29:57] KZ Ravensbrück transportiert. Die
[29:59] älteren Geschwister waren in einem Lager
[30:02] in Litau inhaftiert. Zineida war zu
[30:05] schwach für den Transport. Die
[30:07] Kzettchergen brauchten sie außerdem noch
[30:10] als Versuchskaninchen, um sie immer
[30:12] wieder mit Krankheiten zu infizieren.
[30:14] Mit Schalach und Windpocken. Dann
[30:17] probierten die NSMiziner die
[30:19] Gegenmedikamente aus.
[30:21] Zineida gehört zu den Kindern, die die
[30:23] Torturen überlebten.
[30:25] Von ihrer Mutter erfährt sie später,
[30:27] dass auch ihr Vater noch lebt, aber eine
[30:30] andere Frau geheiratet hat, weil er
[30:32] davon ausging, dass seine Familie das
[30:34] Konzentrationslager nicht überleben
[30:36] konnte.
[30:37] Er hat nicht lange auf uns gewartet,
[30:40] sagt Zida Grinewitsch, aber er hätte die
[30:42] besten Möglichkeiten gehabt, seine
[30:44] verlorene Tochter zu finden. Mein Vater
[30:47] war in der Partei, hatte gute
[30:49] Verbindungen, meint sie. Sie wird ihn
[30:52] nie wiedersehen. Er stirbt 1979,
[30:56] ohne jemals einen ernsthaften Versuch
[30:58] unternommen zu haben, sein Kind zu
[31:00] treffen. Nicht einmal einen Brief,
[31:02] schrieb er.
[31:04] Die Mutter versucht mit allen Kräften
[31:06] verlorene Zeit aufzuholen. Es gibt viele
[31:09] Besuche über die Jahre. 1999
[31:13] stirbt sie. Sie hatte lediglich eine
[31:16] vermissten Meldung beim Suchdienst des
[31:18] Roten Kreuzes abgegeben, um ihre Tochter
[31:21] zu finden. Bis heute verletzt es mich,
[31:24] dass sie nicht mehr unternommen hat,
[31:25] aber sie meinte, ein Verwandter hätte
[31:28] Probleme bekommen, da er eine Karriere
[31:30] in der Partei machte. Und die Suche nach
[31:33] Kzettüberlebenden war gerade unter
[31:35] Stalin nicht gerade gut, um vorwärts zu
[31:38] kommen, sagte Zida Grinewitsch.
[31:41] Vielleicht hatte die Mutter aber ins
[31:42] Geheim auch Angst. Ihr Kind könnte durch
[31:44] die medizinischen Versuche schwerst
[31:46] behindert sein wie so viele andere. Ich
[31:49] hoffe, dass das nicht der Grund war,
[31:52] meinte Zida Grinewitsch.
[31:54] Die Antwort bleibt die Mutter ihrer
[31:56] Tochter ein Leben lang schuldig. Dann
[31:59] ist es kurz still in der Wohnung.
[32:01] Zineider Grinewitsch hat Tränen in den
[32:03] Augen. Ihre Mutter ganz verzeihen, das
[32:06] wird sie wohl nie können, so sehr sie
[32:08] sich darüber freut, die Familie
[32:10] wiedergefunden zu haben. Ich hatte einen
[32:13] guten Mann. Aus beiden Kindern ist etwas
[32:15] geworden. Das ist mir heute das
[32:17] Wichtigste, sagt sie. Dann blickt sie
[32:20] auf den linken Arm. Die Tätowierung ist
[32:23] in der Haut fast verblasst. Ist das
[32:26] nicht ein gutes Zeichen? Fragtider
[32:28] Grinewitsch. Die 77370
[32:31] ist nicht mehr zu entziffern.
[32:43] In der Folge Das Autogramm des Teufels
[32:46] wird ein wegen Mordes an seiner Frau
[32:48] Angeklagter Mann vor Gericht aus Mangel
[32:51] an Beweisen freigesprochen.
[32:53] Nach dem Ende des Prozesses gesteht der
[32:55] Freigesprochene seinem Anwalt, der die
[32:57] ganze Zeit von der Unschuld seines
[32:59] Mandanten überzeugt war, dass er den
[33:01] Mord doch begangen hat. Der Anwalt ist
[33:04] entsetzt und gibt seinem Mandanten den
[33:06] Füller, den er aus Dank als geschenkt
[33:08] bekam, angewiedert zurück und sagt dabei
[33:11] die Worte, dass er den Füller selbst
[33:12] noch brauchen werde und zwar für das
[33:15] Autogramm des Teufels.
[33:17] Kurz darauf betritt der Mörder einen
[33:19] Aufzug, stürzt dabei und stirbt auf der
[33:22] Stelle. Die Spitze des Füllers hat sich
[33:25] ihm tief in sein Herz gebohrt und das
[33:27] Autogramm des Teufels erreichte ihn
[33:30] schneller als gedacht.
[33:39] Man könnte bei dieser Folge nun sagen,
[33:41] dass der Gerechtigkeit direkt genüge
[33:43] getan wurde. Oder man könnte auch
[33:46] meinen, dass es ausgesprochenes Pech für
[33:48] den Mandanten war. Was auch immer es
[33:51] aber war, es beantwortet nicht, ob es
[33:53] wirklich passiert ist. Kann so etwas
[33:56] [musik] denn wirklich passiert sein?
[33:59] Nun teilweise, es beruht auf einem
[34:02] wahren Fall, dessen Richtung aber dann
[34:05] doch etwas anders ist als in der Folge.
[34:08] Hier also die wahre
[34:09] Hintergrundgeschichte zu der Folge Das
[34:12] Autogramm des Teufels.
[34:21] Im Sommer 1973
[34:23] brachen vier Jugendliche zu einem
[34:25] Campingausflug in die Adon Deck
[34:28] Mountains im Staate New York auf.
[34:31] Die daraus resultierenden Ereignisse
[34:33] führten zu einem Fall, der eine
[34:35] landesweite Debatte über die
[34:37] Vertraulichkeit zwischen Anwalt und
[34:39] Mandant auslöste.
[34:41] Der Fall, allgemein als Fall der
[34:43] vergrabenen Leichen bekannt, ist
[34:45] heutzutage ein Bestandteil des Jur
[34:47] Studiums und behandelt Rechtsethik und
[34:50] Berufsverantwortung.
[34:52] Der Fall lief wie folgt ab.
[34:54] Ein Mann namens Robert Francis Garrow
[34:57] griff die vier Camper im Juli 1973 an
[35:00] und erstar dabei Philip Domblewski,
[35:03] während die anderen drei entkommen
[35:05] konnten und Hilfe holten. Nach einer
[35:08] zwölftägigen Fahung wurde Gar
[35:10] schließlich gefasst.
[35:12] Unmittelbar nach seiner Festnahme bat
[35:14] Garsanwalt Frank Armani, der ihn bereits
[35:17] in kleineren Fällen vertreten hatte, ihn
[35:19] in der Mordanklage zu vertreten. Das
[35:22] Gericht ann ernannte Amani und Francis
[35:25] Belch, einen weiteren Anwalt aus der
[35:27] Region zu Gaross Pflichtverteidigern.
[35:30] Während der Untersuchungshaft gestand
[35:32] Gar gegenüber seinen Anwälten den Mord
[35:35] an Domblewski.
[35:36] Er gestand auch weitere Verbrechen,
[35:38] darunter die Entführung, Vergewaltigung
[35:41] und Ermordung zweier Frauen, der
[35:43] sehnjährigen Elisha Ha und der
[35:45] 20-jährigen Susan Petz. Gar beschrieb
[35:49] die Orte, an denen er ihre Leichen
[35:51] abgelegt hatte. Seine Beschreibungen
[35:54] waren so detailliert, dass Belsch die
[35:56] Überreste beider Frauen finden und
[35:58] fotografieren konnte. Amani und Belsch
[36:02] erzählten niemanden von Garos
[36:03] Geständnis.
[36:05] Die weiblichen Opfer galten weiterhin
[36:07] als vermiß, obwohl Gar schon zuvor als
[36:10] verdächtig in beiden Fällen galt. Doch
[36:13] konnte man ihm die Morde an den Jungen
[36:15] Frauen nicht nachweisen.
[36:17] Susan Petsz, verzweifelter Vater,
[36:19] konfrontierte Amani in seinem Büro und
[36:22] fragte ihn, ob er Informationen über
[36:24] seine Tochter habe. Da er durchaus
[36:27] Informationen hatte, jedoch an seine
[36:29] Schweigepflicht gegenüber seinem
[36:30] Mandanten gebunden war, lehnte er
[36:32] weitere Gespräche mit Pets Vater ab.
[36:36] Garos Anwälte standen vor dem Dilemma,
[36:38] ihre ethischen Pflicht nachzukommen, die
[36:40] ihnen von ihrem Mandanten übermittelten
[36:43] Informationen zu bewahren. Sie verfügten
[36:46] über Informationen, die es den Familien
[36:48] der ermordeten Mädchen ermöglicht
[36:50] hätten, das Schicksal ihrer Töchter zu
[36:52] erfahren und die Leichen ordnungsgemäß
[36:54] bestatten zu können. Amani musste zudem
[36:57] schmerzlich feststellen, dass er den
[36:59] Vater eines der Opfer kannte und dass
[37:01] sie eine Klassenkameradin von Amanis
[37:03] Tochter gewesen war.
[37:06] Die Anwälte bewahrten ihr Geheimnis und
[37:08] Garos Fall kam viele Monate später vor
[37:11] Gericht. In der direkten Befragung
[37:14] gestand Garo den Mord an Domlevwski
[37:16] sowie die Morde an den beiden vermissten
[37:18] Frauen. Er gestand außerdem mehrere
[37:21] Vergewaltigung und Entführung im Norden
[37:24] des Bundesstaates New York.
[37:27] Einen Tag nach Gaross Aussage gaben
[37:29] Amani und Bch öffentlich zu, daß sie von
[37:32] Anfang an über die Morde und den
[37:33] Verbleib der Leichen der beiden Frauen
[37:35] Bescheid wussten. Daraufhin wurden die
[37:38] Anwälte zur Zielscheibe großer
[37:41] öffentlicher Empörung, die auch vor
[37:43] Vandalismus und Morddrohung nicht halt
[37:45] machte, weshalb beide Anwälte gezwungen
[37:47] waren, mit ihren Familien umzuziehen, um
[37:50] ihre Sicherheit zu gewährleisten.
[37:53] Die Anwälte bestanden darauf, dass ihre
[37:55] Verschwiegenheitspflicht sie dazu
[37:56] verpflichtete, die von ihrem Mandanten
[37:58] preisgegebenen Informationen zu
[38:00] schützen. Die Juristengemeinschaft
[38:03] unterstützte Amani und Belch weitgehend,
[38:06] doch die breite Öffentlichkeit
[38:07] misstraute ab dem Moment nicht nur den
[38:09] beiden Anwälten, sondern Anwälten
[38:11] insgesamt.
[38:13] Doch speziell diese beiden Anwälte sahen
[38:16] durch ihr Handeln langjährige
[38:18] Freundschaften zerbrechen und mussten
[38:20] auch dabei zusehen, wie ihre Kanzleien
[38:22] langsam aber sicher zugrunde ging. Gegen
[38:25] beide wurde auch von der Grand Jury
[38:27] ermittelt, wobei Belch sogar schließlich
[38:30] angeklagt wurde, weil er eine der
[38:31] Leichen fand, diese drehte, um sie
[38:34] besser fotografieren zu können und sie
[38:36] anschließend nicht meldete. Dies gab
[38:39] Belch alles zu. Doch bestand er darauf,
[38:41] dass er der Verschwiegenheit gegenüber
[38:43] seinem Mandantenwegen so handeln mußte.
[38:46] Die Anklage wurde dann jedoch von einem
[38:48] Richter fallen gelassen. Letztlich ging
[38:51] es um die Frage, ob die
[38:53] Verschwiegenheitspflicht gegenüber einem
[38:55] Mandanten oder die moralische Pflicht
[38:57] trauenden Eltern das eigene Wissen über
[38:59] einen Fall mitzuteilen höher wiegen.
[39:02] Juristisch gesehen wogt die
[39:03] Verschwiegenheitspflicht gegenüber dem
[39:05] Mandanten letztlich höher.
[39:08] Was aber beide Anwälte in dem Moment gar
[39:10] nicht wussten, war, daß sie zum
[39:12] Zeitpunkt von Garos Prozess, dem ABA
[39:15] Model Code of Professional
[39:17] Responsibility unterlagen. Dieser
[39:20] erlaubte es Anwälten, die Absicht ihres
[39:22] Mandanten, ein Verbrechen zu begehen und
[39:24] die zur Verhinderung des Verbrechens
[39:26] notwendigen Informationen offenzulegen,
[39:29] nicht jedoch vertraulich eingestandene
[39:31] frühere Handlung.
[39:33] Interessant daran war, dass beide
[39:34] Anwälte zugaben, von solch einem Kodex
[39:37] für Anwälte noch nie zuvor gehört zu
[39:39] haben, sondern sich an ihre Eide zur
[39:42] Vereidigung als Anwalt gehalten haben.
[39:55] In der X-Faktor Folge vertauscht stehen
[39:57] Lorine und Don, die sich bereits aus
[39:59] ihrer frühsten Kindheit kennen, kurz vor
[40:02] ihrer Hochzeit. Doch Lorine will zuvor
[40:05] noch einen Bluttest machen lassen, weil
[40:07] sie seit langer Zeit den Verdacht hat,
[40:09] dass sie adoptiert sein könnte. Ihre
[40:12] Eltern verneinen dies zwar, doch der
[40:14] Bluttest scheint Lorine offenkundig
[40:17] recht zu geben. Lorine und Don, der in
[40:20] derselben Nacht imselben Krankenhaus
[40:22] geboren wurde wie Lorine, gehen der
[40:24] Sache nach.
[40:26] Dabei zeigt sich, dass auf deren
[40:28] Geburtsurkunden ihr jeweiliges
[40:30] Geschlecht durchgestrichen und geändert
[40:32] wurde. Es zeigt sich schließlich, dass
[40:35] das beinahe Ehepaar bei der Geburt
[40:37] vertauscht worden war und die
[40:39] eigentlichen Schwiegereltern der beiden,
[40:41] die jeweils richtigen Eltern sind.
[40:51] Früher habe ich mich tatsächlich immer
[40:53] gefragt, was an der Folge eigentlich
[40:55] mysteriös sein soll. Dann jedoch fiel
[40:58] mir irgendwann auf, dass es schon recht
[41:00] unwahrscheinlich ist, dass zwei Personen
[41:02] ein Paar werden, die als Kinder
[41:04] vertauscht wurden und deren
[41:05] Schwiegereltern eigentlich ihre Eltern
[41:07] sind. Die wichtigste Frage ist jedoch,
[41:11] ist dieser unwahrscheinliche Fall denn
[41:13] auch wirklich so passiert?
[41:16] Im Grunde ja, aber mit einem wichtigen
[41:18] Unterschied. Und um euch nicht länger
[41:21] auf die Folter zu spannen, hier ist die
[41:23] wahre Hintergrundgeschichte. Diesmal
[41:25] wieder in Form eines Zeitungsartikels
[41:28] über den Fall.
[41:36] Eine der schönsten Liebesgeschichten
[41:38] Schottlands schreibt ein neues Kapitel.
[41:41] Ein Paar, das bei der Geburt vertauscht
[41:43] wurde, feiert seinen 50. Hochzeitstag.
[41:46] Margaret und James Mitchell kamen im
[41:49] Abstand von einem Tag auf der
[41:50] Entbindungsstation des Lenox Castle
[41:53] Hospital in Lenoxtown zur Welt. Aufgrund
[41:56] einer Verwechslung übergaben die
[41:58] Krankenschwestern sie den falschen
[42:00] Müttern. Die 69-jährige Margaret aus
[42:03] East Kilbridge sagte: "Ons beiden Mütter
[42:07] hießen Margaret und die Namen führten zu
[42:09] Verwirrung bei den Hebarmen, sodass wir
[42:11] den Müttern der jeweils anderen
[42:13] zugeteilt wurden." Innerhalb weniger
[42:16] Minuten merkten unsere Mütter, dass sie
[42:18] das falsche Baby bekommen hatten und
[42:20] benachrichtigten das
[42:22] Entbindungspersonal, das uns umgehend
[42:24] wieder [musik] zuwies.
[42:26] Hätte es länger gedauert, wäre der
[42:27] Tausch sicher beim Baden entdeckt
[42:29] worden. Wir wurden damals vertauscht,
[42:32] als Babys noch keine routinemäßigen
[42:35] Identifikationsarmbänder
[42:37] oder die heutigen Pflaster mit Namen und
[42:39] Geburtsdatum bekamen. Nach zwei Wochen
[42:42] fuhren die Mütter nach Hause. James nach
[42:45] Arden im Süden Glasgow und Margaret nach
[42:48] Nightswood im Nordwesten der Stadt.
[42:51] Wegen der Wohnungsnot im Jahr 1952
[42:54] musste Margaret Familie bei der
[42:56] Großmutter wohnen, bevor sie ein Haus in
[42:58] Eastwood im Süden Glascow bekam. nur 30
[43:01] G Minuten von James entfernt. Sie
[43:04] lernten sich jedoch erst mit 18 Jahren
[43:07] kennen, als sie beide die Hochzeit ihrer
[43:09] Freunde besuchten. Einer meiner Freunde
[43:12] hat eine gute Freundin von Margaret
[43:14] geheiratet und wir kamen auf den Empfang
[43:16] ins Gespräch, erzählte James. Ich fand
[43:19] sie in ihrem hübschen Minileikleid
[43:21] einfach umwerfend und nahm all meinen
[43:23] Mut zusammen und fragte sie nach einem
[43:25] Date. Ich habe mich riesig gefreut, als
[43:28] sie zagte, denn sie war die schönste im
[43:31] ganzen Raum. Sie sagte, er war so
[43:34] charmant und höflich und hatte trendige
[43:37] hüftlange Haare. Ich fand ihn ziemlich
[43:39] schick. Doch die Romanze wäre beinah nie
[43:42] in Gang gekommen, weil James mehr als 15
[43:45] Minuten zu spät zum Date kam und
[43:47] Margaret wegging, weil sie dachte, sie
[43:49] sei versetzt worden. Ich war gerade auf
[43:52] dem Weg zum Bus nach Hause, als ein Auto
[43:55] mit James auf dem Beifahrersitz vorfuhr.
[43:58] Er sprang heraus und entschuldigte sich
[44:00] vielmals.
[44:02] Von da an blühte die Romanze auf und
[44:04] hält auch 50 Jahre später noch an.
[44:07] Das Paar erfuhr erst von der
[44:09] Vertauschung, als Margaret James Mutter
[44:11] traf und diese ihre zukünftige
[44:13] Schwiegertochter fragte, ob sie im Lenox
[44:15] Castle Hospital geboren worden sei. Sie
[44:18] kannte mein Mädchen namen Rfferty und
[44:21] fragte nach meinem Geburtsdatum und Ort.
[44:23] Und so kam die Geschichte ans Licht,
[44:26] sagte Margaret. Sie erinnerte sich an
[44:28] den Namen meiner Mutter und daran, dass
[44:30] mein Vater Polizist war. So einen
[44:33] Babytausch würde sie wohl nicht
[44:35] vergessen. Unsere Verwechslung muß meine
[44:38] Mutter verunsichert haben, denn sie
[44:39] wollte so schnell wie möglich aus dem
[44:41] Krankenhaus, nachdem sie das falsche
[44:43] Baby bekommen hatte. Aber sie war völlig
[44:45] verblüfft, dass wir durch eine
[44:47] unglaubliche Laune des Schicksals nun
[44:49] zusammen ausgingen. Unsere Mütter
[44:52] lächelten, als sie sich wiedersahen und
[44:54] meinten, unsere Romanze stehe eins zu
[44:56] einer Million. Wir hatten uns als
[44:59] Neugeborene kennengelernt und waren dazu
[45:01] bestimmt, den Rest unseres Lebens
[45:03] miteinander zu verbringen. Mein Vater
[45:05] war ein Oldscho Typ und mochte James
[45:08] trendige lange Haare und seinen langen
[45:10] Armeemantel zunächst nicht, aber war
[45:12] dann schnell von ihm überzeugt.
[45:15] Sie heirateten am 16. September, dem Tag
[45:18] zwischen ihren Geburtstagen.
[45:20] Sie haben mittlerweile zwei Söhne sowie
[45:22] eine Enkelin und einen Enkel.
[45:25] Wenn wir anderen erzählen, wie wir bei
[45:27] der Geburt vertauscht wurden, sind sie
[45:29] erstaunt, daß wir uns kennengelernt und
[45:31] fast 50 Jahre lang verheiratet waren,
[45:33] fügte James hinzu. Ihren gemeinsam 70.
[45:37] Geburtstag werden sie auf einer
[45:38] romantischen Kreuzfahrt verbringen und
[45:40] darauf anstoßen, wie das Schicksal sie
[45:42] als Teenager zusammengeführt hat. Das
[45:45] Paar ist mittlerweile im Ruhestand und
[45:48] freut sich auf weitere glückliche,
[45:50] gemeinsame Jahre.
[46:02] In der X-Faktor Folge Das Erbe wird
[46:05] Florence zu einem Rechtsanwalt bestellt,
[46:07] der seltsame und teils bedrohlich
[46:09] wirkende Fragen stellt, die aber
[46:11] letztlich allesamt darauf hinauslaufen,
[46:14] warum sie auf der Beerdigung seines
[46:16] Klienten anwesend war. Sie erklärt ihm,
[46:19] daß sie den Toten nicht gekannt habe und
[46:22] mehr oder weniger zufällig in die
[46:23] Zeremonie hereingeplatzt sei. Da sonst
[46:27] keine Trauergäste gegeben hätte, habe
[46:29] der Verstorbene ihr so leid getan, dass
[46:31] sie geblieben sei. Nachdem Florence eine
[46:35] Weile lang erzählt hatte, eröffnet ihr
[46:37] der Anwalt, dass sein Klient von allen
[46:39] gehasst wurde und dass er deshalb
[46:41] verfügt hatte, dass sein Erbe an all
[46:43] jene ausgezahlt werden sollle, die an
[46:46] seiner Beerdigung teilnehmen. Und da
[46:49] Florence der einzige Gast auf der
[46:51] Beerdigung war, erbt sie sein gesamtes
[46:53] Vermögen von 43 Millionen Dollar.
[47:00] Ich
[47:04] hoffe ja manchmal, dass mir sowas auch
[47:06] mal passiert. Allerdings komme ich
[47:09] glücklicherweise eher selten an
[47:11] Beerdigung vorbei. Doch wäre es
[47:14] überhaupt möglich, dass einem so etwas
[47:16] passiert? Oder anders gefragt, ist diese
[47:19] Geschichte wirklich so passiert?
[47:22] Um das wirklich beantworten zu können,
[47:25] sollten wir uns direkt die wahre
[47:27] Hintergrundgeschichte anschauen, denn
[47:29] diese ist sehr speziell. Hier also die
[47:33] vermeintlich wahre
[47:34] Hintergrundgeschichte.
[47:43] Die vermeintlich wahre Geschichte hat
[47:45] mehrere Varianten, von denen zwei
[47:48] besonders hervorstechen.
[47:50] Die erste Version lautet: Eine Reisende
[47:53] musste eine Toilette aufsuchen und
[47:55] wollte nicht in einer menschenleen
[47:57] Gegend anhalten. Schließlich stieß sie
[48:00] auf ein Bestattungsinstitut.
[48:02] Sie ging hinein und wurde begrüßt. Man
[48:05] fragte sie, wen sie besuchen wolle. Sie
[48:08] gab an, niemanden sehen, sondern
[48:10] lediglich die Toilette nutzen zu wollen
[48:12] und schrieb aus Pietätsgründen ihren
[48:15] Namen und ihre Adresse ins Gästebuch.
[48:18] Sie ging auf die Toilette und verließ
[48:20] das Gebäude. Zwei Monate später erhielt
[48:23] sie einen Brief, in dem stand, das in
[48:25] John Jones Testament festgelegt war,
[48:28] dass jeder, der seine Beerdigung
[48:30] besucht, 000$ erben sollte. Sie war die
[48:34] einzige Besucherin und bekam. 000 $. Die
[48:39] zweite Version lautet folgendermaßen:
[48:42] Ein Spanier war in Polen geschäftlich
[48:44] tätig. Er stieß auf ein offenes
[48:47] Bestattungsinstitut, in dem ein Sarg zur
[48:49] Aufbahrung bereit lag. Neugierig ging er
[48:53] hin und war überrascht, niemanden dort
[48:55] anzutreffen. Er hatte Mitleid mit dem
[48:58] Toten, sprach ein Gebet über dem
[49:00] Leichnam und unterschrieb im Gästebuch.
[49:03] Ein Monat später erhielt er einen Anruf
[49:05] vom Anwalt des Toten. Offenbar hatte der
[49:08] Verstorbene in seinem Testament
[49:10] festgelegt, daß sein Millionenvermögen
[49:12] gleichmäßig unter allen Totenwache
[49:15] Teilnehmern aufgeteilt werden sollte.
[49:18] Der spanische Geschäftsmann war der
[49:19] einzige, der sich in das Buch
[49:21] eingetragen hatte und erbte dadurch ein
[49:24] Millionen Vermögen.
[49:26] Das sind erstmal die bekanntesten zwei
[49:28] Varianten. Nun könnte man sich fragen,
[49:31] wo die Geschichten denn herkommen bzw.
[49:34] wie die vermeintlichen Erben denn
[49:36] jeweils hießen. Das wird zwar nicht klar
[49:39] und ist auch nirgends zu finden. Jedoch
[49:41] gibt es gewisse Hinweise darauf, wo die
[49:43] Geschichte herkommen könnte.
[49:46] Beispielsweise gibt es einen Artikel der
[49:48] Bildzeitung aus dem Jahr 1996
[49:51] über einen solchen Fall. Dieser lautet
[49:54] folgendermaßen:
[49:56] Ein spanischer Geschäftsmann und
[49:57] gläubiger Katholik, der während einer
[50:00] Reise nach Stockholm in einer Kirche
[50:02] betete, wurde zu Millionär.
[50:04] Die Kirche war bis auf einen Sag mit dem
[50:07] sterblichen Überresten eines Mannes
[50:09] leer. Deshalb kniete Eduardo Sierra
[50:12] nieder und betete 20 Minuten lang für
[50:15] den Verstorbenen. Der 35-jährige Sierra
[50:18] trug sich in ein Kondolenzbuch ein,
[50:20] nachdem er eine Notiz gesehen hatte, auf
[50:23] der stand, dass diejenigen, die für den
[50:25] Verstorbenen beteten, ihren Namen und
[50:27] ihre Adresse eintragen sollten. Ihm fiel
[50:31] auf, dass er der erste war, der
[50:32] unterschrieb.
[50:34] Einige Wochen später erhielt er einen
[50:36] Anruf aus der schwedischen Hauptstadt,
[50:38] in dem ihm mitgeteilt wurde, dass er
[50:40] Millionär sei. Jens Swenson, der Mann
[50:43] für den er gebetet hatte, war ein
[50:45] 73-jähriger Immobilienhändler ohne nahe
[50:48] Verwandte. In seinem Testament hatte er
[50:51] festgelegt: "Wer für meine Seele betet,
[50:54] bekommt mein gesamtes Hab und Gut."
[51:00] Nachdem die Geschichte an den Kiosken
[51:02] erschienen war, versuchten verschiedene
[51:04] Journalisten den plötzlich reichen
[51:06] Eduardo Sierra ausfindig zu machen. Doch
[51:09] keiner hatte dabei Erfolg. Weder die
[51:12] schwedische Botschaft in Madrid noch die
[51:15] spanische Botschaft in Stockholm wussten
[51:17] etwas über Sierra, das Erbe oder
[51:19] Swenson. Eine deutsche Journalistin
[51:22] behauptete daraufhin, sie habe den Namen
[51:24] geändert, beharte aber darauf, dass die
[51:27] Geschichte dennoch direkt vom
[51:28] glücklichen Erbenstamme, der anonym
[51:31] bleiben wollte. Und die Bild als
[51:33] gesamtes gab zu dem Artikel keine
[51:36] weitere Erklärung ab. Somit kann man
[51:39] sagen, dass die Geschichte stimmen
[51:40] könnte oder eben nicht, wobei Letzteres
[51:43] wahrscheinlicher zu sein scheint.
[51:46] Die vermutliche Erfindung der Geschichte
[51:48] wird noch dadurch unterstützt, daß 1986,
[51:51] also 10 Jahre zuvor, eine beinah
[51:54] identische Geschichte in verschiedenen
[51:56] amerikanischen Zeitungen erschien. Der
[51:59] Verstorbene hieß darin John Jones,
[52:01] während der vermeintliche Erbe nicht
[52:03] namentlich genannt wurde. Spielte sich
[52:06] die Hintergrundgeschichte also in den
[52:08] USA ab? Möglich. Doch ist der Name John
[52:12] Jones ein recht häufiger, weswegen der
[52:14] Wahrheitsgehalt der 1986 erschienenen
[52:17] Artikel nicht zurückverfolgbar ist. Doch
[52:20] auch diese Berichte sollte man nicht
[52:22] allzu ernst nehmen, denn es gibt eine
[52:25] Geschichte aus dem Jahr 1946,
[52:28] übrigens eine erfundene Geschichte, die
[52:30] in einem New Yorker Magazin erschien, in
[52:32] der zynische alte Jonas Grobt und ein
[52:36] Testament hinterlässt, in welchem er
[52:38] einen Großteil seines Erbes einem
[52:40] Katzenheim überlässt. Er hatte sechs
[52:43] Söhne und eine Tochter, die allesamt
[52:45] nicht bedacht wurden. Deshalb nahm
[52:48] keiner der Söhne an seiner Beerdigung
[52:50] teil. Seine Tochter jedoch war wirklich
[52:53] zutiefst in Trauer und nahm an seiner
[52:55] Beerdigung teil. Kurze Zeit später
[52:58] verlas ein Anwalt das echte Testament,
[53:00] in dem festgelegt war, dass der Nachlass
[53:03] des alten Mannes unter seinen liebenden
[53:05] Kindern aufgeteilt wird, die bei seiner
[53:07] Beerdigung anwesend sein werden. Und für
[53:10] mich klingt das beinahe wie der
[53:12] eigentliche Ursprung der als wahr
[53:15] angegebenen Folge von X-Faktor.
[53:27] In der X-Faktorfolge Schlafwandler ist
[53:30] Lehen ein, man glaubt es kaum,
[53:32] Schlafwandler. Dabei stürzt er schon des
[53:35] öfteren während seiner Touren und
[53:37] zerstört dabei das Puppenhaus seiner
[53:39] Tochter Peggy, welches er aber wieder
[53:41] repariert. Da seine nächtlichen Touren
[53:44] immer ausgedehnter und länger werden,
[53:46] geht Lans Frau mit ihm zu einer
[53:48] Wahrsagerin, die ihrerseits äußerst
[53:51] theatralisch sagt, dass Leon verflucht
[53:53] wurde und dass er eines nachts fortgehen
[53:56] und nie wieder zurückkehren wird.
[53:59] Und tatsächlich verschwindet Leon eines
[54:01] Nachts spurlos und ist nirgendwo mehr
[54:04] auffindbar.
[54:05] Als die Mutter gerade mit ihrer Mutter
[54:07] telefoniert, kommt Tochter Peggy zu ihr
[54:10] und sagt ihr, dass sie wüsste, wo ihr
[54:12] Vater ist. Dann führt sie ihre Mutter zu
[54:15] ihrem Puppenhaus und sagt, dass Leon in
[54:18] ihrem Puppenhaus wäre. Und tatsächlich
[54:21] befindet sich darin eine Puppe, die Leon
[54:24] erstaunlich ähnlich sieht und die von
[54:26] der Mutter zuvor noch nie bemerkt wurde.
[54:36] Dies ist eine der Folgen, die mir früher
[54:39] einen ordentlichen Schrecken einjagen
[54:41] konnte und ich wollte immer wissen, auf
[54:44] was das beruhen könnte und ob es
[54:46] möglicherweise ein Foto der Puppe gibt.
[54:49] Denn immerhin sagt Jonathan Frakes bei
[54:51] der Auflösung, dass der Autor mit den
[54:53] Beteiligten gesprochen hätte. Dies war
[54:56] aber leider nur unzureichend übersetzt.
[55:00] Im Original sagt er nämlich, dass Autor
[55:02] Robert Trollins die Puppe gesehen hat.
[55:05] Und Robert Trollins ist ein gutes
[55:07] Stichwort. Denn wer Kronfaktor schon
[55:09] länger verfolgt, weiß, daß die
[55:11] Geschichten, die er schrieb, eher
[55:13] schwierig sind, denn er beschrieb in
[55:16] seinem Buch Strange Events Beyond Human
[55:20] Understand zwar so einige Geschichten,
[55:22] die angeblich wahr wären und es auch
[55:24] später zu X-Faktor schafften, aber er
[55:27] unterließ es, Quellen zu seinen
[55:29] Geschichten anzugeben.
[55:31] Oftmals lief es darauf hinaus, dass der
[55:33] Bruder der Cousine fünften Grades dies
[55:36] einmal erlebt hat. Und wie wahr das
[55:38] Ganze dann wirklich wahr, sei zumindest
[55:41] einmal dahingestellt.
[55:43] Und dieses Problem hat auch diese Folge.
[55:46] Es gibt zwar eine Hintergrundgeschichte,
[55:48] die sogar Namen und Orte enthält, doch
[55:50] konnte ich bis auf Trellins eigene
[55:52] Erzählung absolut nichts weiter dazu
[55:55] finden. Aus diesem Grund ist die
[55:57] Hintergrundgeschichte, die ich euch
[55:59] jetzt erzählen werde, auch mit großer
[56:01] Vorsicht zu genießen.
[56:10] In Elicard City in Maryland lebten im
[56:13] Jahr 1982
[56:15] ein Mann namens Tyler Daxton, seine Frau
[56:18] Susan Daxton sowie deren Tochter Brit
[56:21] Daxton.
[56:22] Tyler war ein Schlafwandler, dessen
[56:24] Touren von mal zu immer ausgeprägter
[56:27] wurden. Er soll selbst einmal gewitzelt
[56:30] haben, dass er, wenn das so weiterginge,
[56:32] irgendwann einmal in die Hölle wandern
[56:35] werde. Und dies war von der Wahrheit
[56:37] wohl gar nicht so weit entfernt, denn
[56:40] eines Nachts, im Jahre 1982
[56:43] ging Tyler fort und war ab dem Moment
[56:46] dann spurlos verschwunden.
[56:48] Direkt am Tag nach dem Verschwinden
[56:51] entdeckte die Tochter Brit eine neue
[56:53] Puppe, die ihrem Vater erschreckend
[56:55] ähnlich sah. Angeblich hätte Robert
[56:58] Trellin die Puppe auch selbst gesehen,
[57:00] da er persönlich mit den Betroffenen
[57:02] sprach und sie über viele Ecken auch
[57:05] kannte. Jedoch unterließ er es, ein Foto
[57:08] der Puppe hinzuzufügen.
[57:11] Anders gesagt, ist es nicht wirklich
[57:12] klar, ob dieser Fall wirklich passiert
[57:15] ist. Und falls ja, wäre es auch durchaus
[57:18] denkbar, daß der Vater die Familie
[57:20] verlassen wollte und deshalb seiner
[57:22] Tochter eine Puppe hinlegte, die ihm
[57:25] selbst sehr ähnlich sah.
[57:37] Das in der Folge "Die Mumie vorkommende
[57:39] Museum" erhält ein ganz besonderes neues
[57:42] Exponat. die Mumie der Prinzessin
[57:45] Ferentiti.
[57:47] Jedoch kommt es ab dann des Nachts zu
[57:49] seltsamen Erscheinungen, die sowohl vom
[57:52] Wachmann als auch von der Putzfrau
[57:54] gesehen werden. Genauer gesagt spukt
[57:57] dort der Geist einer jungen Frau.
[58:00] Nachdem der Kurator selbst diesen Geist
[58:02] sieht, geht er der Sache nach und
[58:04] entdeckt dabei, dass die Mumie in
[58:06] Wahrheit die Leiche einer kürzlich
[58:09] ermordeten Frau ist und zwar jener Frau,
[58:12] deren Geist im Museum gesehen wurde.
[58:22] Zunächst sei gesagt, dass es tatsächlich
[58:25] einige Kriminalfälle gibt, in denen das
[58:27] Opfer mumifiziert wurde. Und zunächst
[58:30] hätte man davon ausgehen können, dass
[58:32] einer dieser Fälle die
[58:34] Hintergrundgeschichte wäre. Jedoch gibt
[58:36] es keinen Fall, im welchen die Mumie in
[58:39] ein Museum kam. Ist diese Geschichte
[58:42] also möglicherweise nur eine sehr
[58:44] ausgeschmückte Variante einer dieser
[58:46] Fälle?
[58:48] Nein, es gibt da tatsächlich einen Fall,
[58:51] der wesentlich mysteriöser und zu guten
[58:53] Teilen auch nachweisbar passiert ist.
[58:57] Ein Fall, der X-Faktor Folge doch recht
[59:00] nahe kommt und endlich mal wieder in die
[59:02] Kategorie war eingeordnet werden kann.
[59:05] Hier also die Hintergrundgeschichte zu
[59:08] der Folge die Mumie.
[59:16] In den 1860er Jahren unternahmen einige
[59:19] Oxfordabsolventen eine Reise nach
[59:22] Ägypten. Gemeinsam fuhren sie den Nel
[59:25] hinunter, der schon damals eine
[59:27] Touristenattraktion war. Als Erinnerung
[59:30] an ihre Reise kauften sie in den Mumien
[59:32] von der Elbahari ein Souvenir, den
[59:35] Sagdeckel einer Hohepriesterin des Amun
[59:38] Ra. Die Hohepriester des Amun Ra,
[59:41] benannt nach einer ägyptischen Gottheit,
[59:43] waren Militärherrscher, die in der 21.
[59:46] Dynastie von 1085 bis 945 vor Christus
[59:50] über Südägypten herrschten. Mit ihren
[59:53] weit aufgerissenen Augen, offenen
[59:55] Handflächen und ausgestreckten Fingern
[59:58] schien die Priesterin auf dem Sagdeckel
[60:00] eine bösartige Anziehungskraft
[60:03] auszuüben.
[60:04] Auf dem Rückweg aus Ägypten starben zwei
[60:07] der Männer. Ein Tritter ging nach Kairo
[60:10] und schoss sich bei der Wachteljagd
[60:11] versehentlich in den Arm, der
[60:13] anschließend amputiert werden musste.
[60:16] Ein anderes Mitglied der Gruppe, Arha
[60:19] Weler, schaffte es zurück nach England.
[60:21] Verlor dort jedoch sein gesamtes
[60:23] Vermögen beim Glücksspiel, wobei einige
[60:25] Zeit später sein Haus völlig abbrannte.
[60:29] Der Sagdeckel wurde dann in die Obhut
[60:31] von Realers Schwester gegeben, die 1887
[60:35] versuchte ihn fotografieren zu lassen.
[60:38] Der Fotograf starb wenig später. Ich
[60:41] möchte an dieser Stelle anmerken, dass
[60:43] die Tode und Unglücke allamt belegt
[60:45] sind. Es kam dadurch dazu, dass der
[60:48] Sagdeckel als verflucht galt, aber das
[60:52] war erst der Anfang. Seit 1989 befindet
[60:56] sich das 1,50 m hohe Mumienbrett im
[60:59] British Museum, wo es offiziell als
[61:01] Artefakt 22542
[61:04] bekannt ist. Die mumifizierte
[61:06] Priesterin, die möglicherweise darunter
[61:08] lag, wurde allerdings nie gefunden.
[61:11] Trotzdem bekam das Brett einen
[61:13] besonderen Namen, Unglücksmumie.
[61:16] Und sobald sich der Deckel im britischen
[61:18] Museum befand, begannen sich merkwürdige
[61:21] Dinge abzuspielen.
[61:23] Die Wächter meldeten Schritte in den
[61:25] Gäng und wimmernde Laute in der Nähe des
[61:28] Deckels. Beispielsweise sagte der
[61:30] damalige Mitarbeiter Phil Hary, dass es
[61:33] in der Nähe des Deckels kurzzeitig
[61:35] ziemlich kalt wurde. Dann wurde die
[61:38] Temperatur nach wenigen Sekunden wieder
[61:40] normal. Selbiges vermeldeten auch
[61:43] Besucher des Museums.
[61:45] Diese Spukeinlagen sollen sich mit
[61:47] Abständen bis in die 1970er Jahre
[61:50] ereignet haben. Auch soll es Aufnahmen
[61:53] von Überwachungskameras geben, die
[61:55] aufzeichneten, wie sich der Deckel von
[61:58] selbst bewegte. Allerdings konnte ich
[62:00] keine solche Aufnahmen finden, zumindest
[62:03] keine, die eindeutig von einer
[62:05] Überwachungskamera aus dem Museum
[62:07] stammen. Dann sagten im Jahr 1971
[62:11] mehrere Wachleute aus, dass in einer
[62:13] Nacht neben dem Deckel eine beinah
[62:15] durchsichtige Gestalt schwebte, die so
[62:18] aussah, als würde sie aus dem alten
[62:20] Ägypten kommen. Und die Wachmänner
[62:22] spürten instinktiv, dass der Deckel nach
[62:25] Ägypten zurück müsse. Doch das Museum
[62:28] entschied sich für eine andere Lösung.
[62:31] Man ließ nach der Sichtung der
[62:32] schwebenden Gestalt einen Exorzismus
[62:35] rund um den Deckel durchführen. Der
[62:37] betreffende Priester sprach dabei von
[62:39] einer finsteren Aura, die den Deckel
[62:41] umgebe. Doch der Exorzismus schien
[62:44] letztlich erfolgreich gewesen zu sein.
[62:47] Zumindest kam es seitdem zu keinerlei
[62:50] weiteren Zwischenfällen in der Nähe des
[62:52] Deckels. Der Sagdeckel selbst kann auch
[62:55] heute noch im britischen Museum bestaunt
[62:58] werden.
[63:09] In der X-Faktorfolge Napoleons Stuhl
[63:12] erwirbt der Antiquitäensammler George
[63:14] Talboat einen sogenannten Kapuzenstuhl.
[63:18] Auf diesem soll angeblich ein Fluch
[63:20] liegen, was Talbo jedoch nicht
[63:23] interessiert.
[63:24] Als jedoch einige Leute auf mysteriöse
[63:27] Weise sterben, nachdem sie sich in den
[63:29] Stuhl gesetzt hatten und nachdem er
[63:31] erfährt, dass Napoleon kurz vor der
[63:34] Schlacht von Waterlo darin saß, Wild
[63:36] Talboot den Kapuzenstuhl zerstören.
[63:39] Während seines Vorhabens erleidet er
[63:42] jedoch ein Herzinfarkt und stirbt. Und
[63:45] so wurde auch er zum Opfer des
[63:48] verfluchten Kapuzenstuhls.
[64:00] Schaut man sich mal nach verfluchten
[64:01] Gegenständen, insbesondere nach
[64:04] verfluchten Stühlen um, dann wird
[64:06] schnell auffallen, dass Napoleons Name
[64:08] dort nirgendwo auftauchen wird.
[64:12] Sucht man hingegen nach George Talboat,
[64:14] dann findet man zwar keinen
[64:16] Antiquitäensammler, aber einen deutschen
[64:18] Eisenbahngingenieur und den sechsten
[64:21] Earl of Schrewbury, der weit vor
[64:23] Napoleon lebte. Auch das in der Folge
[64:27] auftauchende Portrait, im welchen
[64:29] Napoleon in Watolo in diesem
[64:31] Kapuzenstuhl sitzen soll, existiert nur
[64:34] in der Folge, nicht jedoch in der
[64:36] Realität.
[64:38] Und es ist tatsächlich so, dass die
[64:40] Hintergrundgeschichte rein gar nichts
[64:42] mit Napoleon zu tun hat. Sein Name ließ
[64:45] sich vermutlich einfach besser
[64:47] verkaufen, als der echte Name, der mit
[64:49] dem echten Stuhl zu tun hat. Denn den in
[64:53] der Folge angedeuteten Stuhl gibt es
[64:56] wirklich. Doch ist es weder ein
[64:57] Kapuzenstuhl, noch hat es etwas mit
[65:00] einem Kaiser und seiner Niederlage zu
[65:02] tun. Der echte Stuhl trägt den Namen Bis
[65:06] Stuhl.
[65:07] Und über diesen werde ich euch jetzt die
[65:10] ganze Geschichte berichten.
[65:21] Der Ursprung von Basbis Stuhl geht
[65:24] zurück bis ins 18. Jahrhundert und führt
[65:27] uns nach North Yorkshire. Die Legende
[65:30] besagt, dass der örtliche Wirt Thomas
[65:32] Busby aufgrund seiner Gewalttätigkeit
[65:35] und seines aufbrausenden Temperamentes
[65:37] in seiner Region ein gefürchteter Mann
[65:40] war. Er war dafür bekannt, seine Feinde
[65:43] bzw. ihm nichtgenehme Leute mit Gewalt
[65:46] und Drohung einzuschüchtern.
[65:49] Ein entscheidender Wendepunkt in dieser
[65:51] Geschichte war der Mord an seinem
[65:53] Schwiegervater Daniel Oti.
[65:56] Oti und Basby betrieben ein
[65:58] Münzfälschungsgeschäft
[66:00] sowie auch andere kriminelle
[66:01] Machenschaften, in die beide verstrickt
[66:04] waren. Die beiden gerieten wegen dieser
[66:06] Geschäfte in Streit, der schließlich
[66:08] damit endete, dass Bas Orti tötete. In
[66:13] manchen Varianten der Geschichte wird
[66:15] auch gesagt, dass Orti sich auf den
[66:17] persönlichen Stuhl Bassbis gesetzt
[66:19] hatte, was den Streit schließlich
[66:21] eskalieren ließ.
[66:23] Dieses Möbelstück, das den Kern des
[66:26] Mysteriums darstellt, wurde danach zum
[66:28] Symbol für den Fluch, der auf ihm
[66:30] lastete. Basbi wurde wegen Mordes zum
[66:34] Tode verurteilt.
[66:36] Bevor er hingerichtet wurde, soll er
[66:38] ausgerufen haben, dass jeder, der es
[66:40] wage, sich auf seinen Stuhl zu setzen,
[66:43] kurz darauf sterben werde. Basby wurde
[66:46] schließlich im Jahr 1702 neben seinem
[66:49] Gasthaus bzw. seinem Pap in St. hatten
[66:53] gehängt. Das Gasthaus sollte wenig
[66:56] später den Namen Busby Stoop in
[66:58] erhalten.
[67:00] Angeblich wird an Basbys Hinrichtungsort
[67:02] in unserer Zeit gegenüber dem PA, an dem
[67:05] heute ein Kreisverkehr ist, immer mal
[67:07] wieder der Geist von Thomas Busby
[67:10] gesehen. Aber den vermeintlichen Geist
[67:12] lassen wir heute mal unbeachtet, da es
[67:15] ja um den Stuhl gehen soll. Bevor wir
[67:18] aber zum genannten Stuhl kommen, stellen
[67:20] wir uns zunächst einmal die Frage, ob es
[67:23] Thomas Basby wirklich gab und ob seine
[67:25] Geschichte auch wirklich so ablief. Und
[67:29] dazu lässt sich eindeutig sagen: "Ja,
[67:32] Thomas Busby gab es wirklich und er
[67:34] würde auch wirklich im Jahre 1702 in
[67:37] Standarten wegen Mordes an seinem
[67:39] Schwiegervater hingerichtet.
[67:42] Dies belegen zahlreiche Dokumente. Auch
[67:45] daß ihm das PAU ursprünglich gehörte,
[67:47] ist nachweisbar.
[67:49] Einzig der Ausspruch, dass er den Stuhl
[67:51] verfluche, ist nicht eindeutig
[67:53] dokumentiert.
[67:55] Doch darauf komme ich am Ende noch mal.
[67:58] Kommen wir zunächst einmal auf den Stuhl
[68:00] selbst. Dieser wird gemeinhin
[68:02] Baspisstuhl oder auch Todesstuhl
[68:05] genannt. Nach Basbis Tod wurde selbiger
[68:08] Stuhl in seinem PUA aufgestellt,
[68:10] eigentlich eher als Ausstellungsstück
[68:13] als Sitzmöbel. Bald schon sollte der
[68:16] Stuhl große Aufmerksamkeit erregen, denn
[68:18] es verbreiteten sich Geschichten über
[68:20] unglückliche Schicksale, die all jene
[68:23] trafen, die es wagten, sich auf den
[68:25] Stuhl zu setzen. Berichten zufolge
[68:28] starben mehrere Männer unter mysteriösen
[68:30] Umständen nach der Benutzung des Stuhls.
[68:34] Die genauen Umstände variieren, aber
[68:36] häufig wird von Unfällen, Krankheiten
[68:39] oder plötzlichem Tod gesprochen, aber
[68:42] eben nur gesprochen. Es gibt bis ins 20.
[68:46] Jahrhundert keine belegten Todesfälle
[68:48] von Leuten, die auf dem Stuhl saßen.
[68:51] Erst später sollte es dann etwas
[68:53] handfestere Fälle geben. So gab es einen
[68:56] nachweisbaren Todesfall im Jahre 1972.
[69:01] Ein Betrunkener setzte sich auf den
[69:03] Stuhl und verhöhnte Basby bzw. dessen
[69:06] Fluch gut hörbar. Dazu muß man sagen,
[69:09] daß sich sehr viele zuvor nicht mehr
[69:12] trauten, sich auf den Stuhl zu setzen.
[69:14] Der Betrunkene namens Elvin ignorierte
[69:17] jedoch alle Warnungen, setzte sich auf
[69:19] den Stuhl und blieb eine ganze Weile
[69:22] darauf sitzen. Kurz nachdem er das PUA
[69:25] dann verlassen hatte, erlitt Elvin einen
[69:27] Schlaganfall und brach Tod zusammen. Ein
[69:31] weiterer dokumentierter Fall eines
[69:33] Todesfalls im Zusammenhang mit dem Stuhl
[69:35] stammt aus dem Jahre 1976.
[69:39] Ein Motorradfahrer namens James Cobbleby
[69:42] setzte sich trotz vieler Warnung auf den
[69:45] Stuhl. Als er später das PUA verließ,
[69:48] auf sein Motorrad stieg und dann
[69:49] losfuhr, sollte es nur einige
[69:51] Augenblicke dauern, bis das Motorrad aus
[69:54] heiterem Himmel plötzlich explodierte.
[69:58] Kobbelby war sofort tot.
[70:01] Diese beiden Fälle sind die einzig
[70:03] wirklich nachweisbaren Todesfälle im
[70:06] Zusammenhang mit Basbys Stuhl, wobei
[70:08] zumindest der Fall mit dem
[70:10] Motorradfahrer ein wenig seltsam ist,
[70:13] denn wie oft kommt es schon vor, dass
[70:15] ein Motorrad einfach so explodiert,
[70:19] aber von diesen beiden Fällen abgesehen
[70:21] gibt es zumindest keine dokumentierten
[70:23] Todesfälle im Zusammenhang mit dem
[70:26] Stuhl. Trotzdem sorgte die reine
[70:28] Möglichkeit eines Fluches schließlich
[70:31] 1978 dafür, dass der Stuhl in der
[70:34] Thürkmuseum in Thürk in England gebracht
[70:37] wurde. Dort kann er auch noch bis heute
[70:40] bestaunt werden. Nun könnte man
[70:42] natürlich davon ausgehen, dass damit
[70:44] alles gesagt wäre. Es gab Thomas Basby
[70:48] wirklich und auch den Stuhl gibt es
[70:50] nachweislich wirklich. Und zumindest
[70:53] zwei Fälle von plötzlichen Ten, nachdem
[70:56] jemand auf dem Stuhl saß, gibt es auch.
[70:59] Was also sollte man noch dazu sagen
[71:01] können? Nun, der Stuhl wurde mehrfach
[71:04] von Möbelhistorikern untersucht und
[71:08] dabei zeigte sich, dass der Stuhl
[71:10] maschinell gedrehte Spindeln hat,
[71:12] während Stühle aus dem 17. und dem 18.
[71:15] Jahrhundert mit einer Stangendrehbank
[71:17] hergestellt wurde. Man kam zu dem
[71:19] Schluss, dass der Stuhl im Museum sehr
[71:22] wahrscheinlich erst um 1840 hergestellt
[71:25] wurde, was darauf hindeutet, dass dieser
[71:28] Stuhl nicht der echte Bistuhl ist. Nun
[71:32] könnte man meinen, dass die ganze
[71:33] Stuhlende um Basby dann halt nicht
[71:36] stimmen würde und es den Stuhl gar nicht
[71:38] geben würde. Das kann jedoch nicht sein,
[71:41] da der Nachfolger Bpis als Besitzer des
[71:43] PAs den Stuhl eindeutig als Bpisstuhl
[71:47] ausgestellt hatte. Und das geht
[71:49] eindeutig aus Dokumenten aus dem Jahr
[71:51] 1704 hervor. Den Stuhl gab es also
[71:55] wirklich.
[71:57] Also bleibt als einzige Möglichkeit,
[71:59] dass im Museum nicht der echte
[72:01] Basbistuhl ausgestellt wird. Das
[72:04] wiederum lässt die Frage aufkommen, wo
[72:07] denn der echte Stuhl heute ist. Und das
[72:10] lässt sich natürlich nicht
[72:12] zurückverfolgen, eben weil man eine
[72:14] ganze Zeit lang dachte, dass im Museum
[72:16] der echte Stuhl wäre.
[72:19] Also muß sich der echte Stuhl heute
[72:21] entweder irgendwo im Privatbesitz
[72:23] befinden oder er ist irgendwann kaputt
[72:25] gegangen und wurde stillschweigend
[72:27] ersetzt. Und dabei stellt sich dann die
[72:30] Frage, wann er ersetzt wurde. Wurde er
[72:33] ersetzt, bevor die beiden dokumentierten
[72:36] Todesfälle stattfanden oder doch erst
[72:38] danach? Und all diese Fragen machen
[72:42] Basbis Stuhl durchaus interessant.
[72:55] In der Folge Der graue Mann und das Meer
[72:58] genießt Oliver mit seiner Frau Nicole
[73:01] und den beiden Töchtern einen
[73:02] beschaulichen Tag am Strand des
[73:04] Küstenörtchens Paulys Island. Die Idülle
[73:08] wird gestört, als Nicole einen
[73:10] mysteriösen Mann im grauen Anzug in den
[73:13] Wellen sieht.
[73:15] Doch Oliver kann weit und breit keinen
[73:17] anderen Menschen sehen. Als dann aber
[73:20] auch die beiden Mädchen aufschreien und
[73:22] von einem Mann erzählen, der auf das
[73:24] Meer zeigt, ist Oliver gezwungen zu
[73:27] handeln. Wer ist dieser Mann, der die
[73:30] kleine Familie belästigt und was will er
[73:33] mit seiner Geste aussagen?
[73:43] Was will der Mann mit seiner Geste
[73:45] aussagen? Will er überhaupt irgendetwas
[73:48] aussagen? Gibt es den grauen Mann von
[73:51] Paulys Island denn überhaupt?
[73:54] Ja, den gibt es bzw. eine Legende mit
[73:58] sehr realen Sichtungen und
[74:01] interessanterweise spielt sich die echte
[74:03] Hintergrundgeschichte wirklich in Paulys
[74:05] Island ab, was anscheinend zeigt, dass
[74:08] X-Faktor mittlerweile etwas offener mit
[74:10] seinen Quellen ist. Aber genug geredet,
[74:14] hier ist die echte
[74:16] Hintergrundgeschichte.
[74:25] Wir schreiben das 18. Jahrhundert und
[74:27] befinden uns in Paulie, South Carolina.
[74:31] Ein junger Mann bereitete sich darauf
[74:34] vor, seine große Liebe zu besuchen, die
[74:36] er seit vielen Monaten nicht mehr
[74:38] gesehen hatte, weil er sich zuvor auf
[74:41] hoher See befand. Er plante in ihrem
[74:44] Haus, um ihre Hand anzuhalten.
[74:47] Die junge Frau bereitete sich zurelben
[74:49] Zeit darauf vor, daß ihr Geliebter, der
[74:52] mehrere Monate auf See war, endlich
[74:54] wieder zu ihr kam.
[74:56] Sie war im Geiste bereits darauf
[74:58] vorbereitet, daß er ihr einen
[75:00] Heiratsantrag machen wolle und war auch
[75:02] bereit, ihn freudig anzunehmen.
[75:06] Der junge Mann verließ also sein Zuhause
[75:08] auf einem Pferd, um möglichst schnell
[75:11] bei ihr zu sein. Sie folgten eine Zeit
[75:14] lang der Straße, bis er auf die Idee
[75:16] kam, dass eine Abkürzung durch ein
[75:18] Sumpfgebiet ein guter Einfall wäre. Der
[75:22] Himmel verdunkelte sich langsam und das
[75:24] Sumpfgebiet wurde von einem
[75:26] orangefarbenen Schleier der Abendröte
[75:29] umhüllt.
[75:30] Der Mann und sein Pferd kamen gut voran,
[75:33] doch schon bald sollte er seine
[75:35] Entscheidung durch den Sumpf zu gehen,
[75:37] bitter bereuen. Mitten im Sumpf
[75:40] stolperte sein Pferd plötzlich und warf
[75:42] den Mann mitten in den Sumpf hinein.
[75:46] Der Schlamm packte ihn unbarmherzig und
[75:49] zog ihn langsam in die Tiefe. Und
[75:52] schließlich konnte er sich nicht mehr
[75:54] befreien und versank immer tiefer in den
[75:57] sumpfigen Gewässern. Anmerkung dazu:
[76:01] Entgegen vieler Annahmen versinkt man
[76:03] nicht komplett im Moor, sondern maximal
[76:06] bis zum Brustbereich.
[76:08] Wenn man allerdings so tief darin
[76:09] steckt, so ist es beinah unmöglich, sich
[76:12] wieder daraus zu befreien.
[76:15] Der Mann steckte also im trüben Moor
[76:17] fest und starb schließlich nach einiger
[76:20] Zeit.
[76:21] Zur etwa selben Zeit wartete die junge
[76:24] Frau mehr oder weniger geduldig auf ihre
[76:27] große Liebe. Doch dieser Mann sollte nie
[76:30] bei ihr ankommen. Als der Mann Tage
[76:33] später tot im Sumpf gefunden wurde, war
[76:36] die junge Frau am Boden zerstört.
[76:39] Um sich irgendwie abzulenken, ging sie
[76:42] dann jeden Tag am Strand in der Nähe des
[76:45] Sumpfes entlang und beobachtete die
[76:47] rauschenden Wellen. Als sie eines Abends
[76:50] wie üblich am Strand entlang spazierte,
[76:53] sah sie plötzlich einen grau gekleideten
[76:56] Mann, der auf das Meer starrte. Seine
[76:59] Haltung und seine Aura kam ihr äußerst
[77:02] bekannt vor, und weil es sich so
[77:04] vertraut anfühlte, ging sie langsam auf
[77:07] ihn zu.
[77:09] Als sie schon recht nahe an dem Mann
[77:10] dran war, drehte er plötzlich seinen
[77:13] Kopf zu ihr, sodass sie sein Gesicht
[77:15] sehen konnte, und es war für sie, als
[77:18] träfe sie der Schlag. Vor ihr stand
[77:21] plötzlich ihr verstorbener Geliebter,
[77:25] aber wie konnte das sein? Er war doch
[77:27] tot.
[77:29] Bevor sie irgendwie darauf reagieren
[77:31] konnte, sagte er zu ihr, daß sie gehen
[77:34] solle, denn es sei hier nicht sicher.
[77:36] Und auch darauf konnte sie nicht
[77:38] reagieren, da er im nächsten Moment
[77:41] plötzlich verschwunden war. Schockiert
[77:44] und verzweifelt zugleich rannte sie nach
[77:46] Hause und erzählte ihren Eltern davon,
[77:49] was sie soeben gesehen hatte.
[77:52] Offenbar glaubten ihre Eltern ihre
[77:54] Erzählung und der damit verbundenen
[77:56] Warnung, da die Familie am nächsten Tag
[77:59] die Gegend verließ.
[78:01] Als sie dann einige Tage oder Wochen
[78:04] später zurückkehrten, mussten sie sehen,
[78:07] dass zuvor ein Harry Kane durch die
[78:08] Gegend [musik] gefegt war, der alles
[78:10] zerstört hatte. Doch seltsamerweise
[78:14] stand als einziges noch ihr
[78:15] Familienhaus, während alles andere
[78:18] zerstört war.
[78:20] Und somit hat der verstorbene Geliebte
[78:22] seiner Freundin und ihrer Familie noch
[78:25] nach seinem Tod Leben gerettet.
[78:29] Das war erstmal die Geschichte rund um
[78:31] den sogenannten grauen Mann. In einer
[78:35] anderen Version spielte sich die ganze
[78:37] Geschichte nicht direkt in Paulie,
[78:39] sondern auf der Insel Paulys Island ab.
[78:43] Das macht zwar grundsätzlich keinen
[78:44] großen Unterschied, aber es ist insoweit
[78:47] wichtig, als dass ich die Phänomene, auf
[78:49] die ich gleich komme, auf Paulys Island
[78:52] abspielten. Sollte diese Geschichte also
[78:55] wahr sein, so ist es wahrscheinlich,
[78:57] dass es sich eher auf der Insel zutrug.
[79:00] Aus diesem Grund werden die seltsamen
[79:02] Phänomene auch als grauer Mann von
[79:05] Paulys Island zusammengefasst.
[79:08] Bevor ich aber darauf komme, um was für
[79:10] ein Phänomen es sich dabei handelt, will
[79:12] ich noch darauf kommen, welche
[79:14] Spekulationen es um dieses Wesen bzw.
[79:17] diesen jungen Mann gibt. So soll der
[79:20] junge Mann in manchen Versionen der
[79:22] Geschichte der Sohn des Besitzers des
[79:25] Pelican In gewesen sein. Sollte dies
[79:28] stimmen, dann spielte sich die
[79:29] Geschichte auf jeden Fall auf Paulys
[79:32] Island ab, weil sich diese Einrichtung
[79:34] auf der Insel befand.
[79:36] Das klänge zumindest einigermaßen
[79:38] plausibel. Allerdings wurde auch schon
[79:41] spekuliert, dass es sich bei dem grauen
[79:43] Mann um den großen Piratenkapitän
[79:46] Blackbeard handeln soll. Ich sehe die
[79:49] meisten Piraten persönlich weniger in
[79:51] Liebesgeschichten verewigt, aber ich
[79:53] wollte es zumindest mal erwähnen. Aber
[79:56] kommen wir jetzt mal zu den mehrfach
[79:59] angesprochenen Phänomen.
[80:01] Seit ungefähr 1790 gibt es auf Paulys
[80:04] Island regelmäßig Sichtung von einem
[80:07] seltsamen Mann in grauer Kleidung, der
[80:10] unentwegt auf das Meer starrt. Nach den
[80:14] Sichtungen kam es dann regelmäßig zu
[80:16] schweren Stürmen. Oder anders herum
[80:19] gesagt, erschien der graue Mann immer
[80:21] irgendwelchen Zeugen, kurz bevor ein
[80:24] schwerer Sturm oder gar ein Harry Kane
[80:27] aufzog.
[80:29] Manche Zeugen sagten sogar aus, dass der
[80:31] seltsame Mann mit ihnen sprach und sie
[80:34] vor einem Sturm warnte.
[80:37] Spannend ist dabei, daß die
[80:38] eingangsannte Geschichte erst in den
[80:41] 1920er Jahren auf Paulys Island bekannt
[80:44] wurde, was bedeutet, dass der graue Mann
[80:47] schon gesichtet wurde, bevor die
[80:48] Geschichte überhaupt bekannt war. Ein
[80:52] Beispiel wäre die Familie Warson. Dieser
[80:55] sah den grauen Mann im Jahr 1893.
[81:00] Dieser winkte ihn aus einiger Entfernung
[81:02] zu.
[81:03] Dachten die Worsens zunächst, daß er
[81:05] ihnen zum Gruße winkte, so merkten sie
[81:07] schnell, daß es eine warnende Bewegung
[81:10] war. Dann kam der Mann auf sie zu und
[81:13] sagte ihn, dass sie schnell die Insel
[81:15] verlassen sollen, weil sich eine
[81:17] Katastrophe nähere. Dann ging der Mann
[81:20] weg und verschwand.
[81:22] Die Vorsens wussten instinktiv, dass der
[81:25] Mann sie nicht hereingelegt hatte und
[81:27] verließen am nächsten Tag die Insel.
[81:30] Und das rettete ihn wahrscheinlich das
[81:32] Leben, denn einen Tag nach ihrer Flucht
[81:36] tötete der Hurrican Sea Islands
[81:38] Hurrican, über 1000 Menschen auf der
[81:41] Insel. Einige andere überlebten diesen
[81:44] Hurrican auf der Insel ebenfalls und
[81:47] diese hatten den grauen Mann zuvor auch
[81:50] gesehen.
[81:51] Anscheinend tauchte der graue Mann nicht
[81:53] nur in der Nähe des Wassers auf, sondern
[81:55] auch manchmal in Häusern.
[81:58] So verbrachte 195
[82:00] ein frisch verheiratetes Paar seine
[82:02] Flitterwochen auf Paulys Island. Früh am
[82:06] Morgen klopfte es plötzlich an der Tür.
[82:09] Als sie diese öffneten, stand ein grau
[82:11] gekleideter Mann vor der Tür und sagte
[82:14] ihn, dass ein tödlicher Sturm herannah
[82:17] und sie die Insel schleunigst verlassen
[82:19] sollten. Hinter dem Mann leuchtete ein
[82:22] strahlend blauer Himmel, weshalb die
[82:24] Warnung etwas seltsam zu sein schien.
[82:27] Doch bevor das Paar nachfragen konnte,
[82:30] war der graue Mann schon wieder
[82:31] verschwunden.
[82:33] Das Paar verließ die Insel sofort und am
[82:36] nächsten Tag fegte dann der Hurrican
[82:38] Hazel über die Insel, bei welchem auch
[82:41] wieder viele Menschen starben.
[82:44] 1989 berichteten hunderte Menschen auf
[82:47] Paulys Island davon, den grauen Mann
[82:50] gesehen zu haben, wobei er einige von
[82:52] ihnen vor einer schrecklichen
[82:54] Katastrophe warnte.
[82:56] Viele verließen daraufhin aus Angst die
[82:59] Insel. Kurz darauf verwüstete der
[83:02] Hurrican Hugo unzählige Gebiete in der
[83:05] Karibik und in den südöstlichen USA, so
[83:08] auch Paulys Island.
[83:10] All jene, die den grauen Mann gesehen
[83:13] hatten, überlebten den schweren Sturm,
[83:15] da sie die Insel verlassen hatten. Und
[83:18] eben solche Erzählung und
[83:20] Erfahrungsberichte gibt es insgesamt zu
[83:22] hauf seit über 200 Jahren. Könnte man
[83:26] jetzt vielleicht noch sagen, dass diese
[83:28] Leute sich das nur eingebildet hätten?
[83:31] So, lasst mich euch sagen, dass dies
[83:33] noch nicht alles war. Denn eines hatten
[83:36] alle Zeugen gemeinsam.
[83:39] Die Häuser derer, die den grauen Mann
[83:41] sahen und seine Warnung beherzigten,
[83:43] blieben nicht nur selbst verschont,
[83:45] sondern auch deren Häuser. Es war immer
[83:49] wieder erstaunlich, dass immer die
[83:50] Häuser der unbeschadet blieben, die
[83:53] zuvor auf die Warnung des grauen Mannes
[83:56] gehört haben. Das scheint auf jeden Fall
[83:59] dafür zu sprechen, dass an der ganzen
[84:01] Geschichte bzw. den Zeugenaussagen etwas
[84:04] dran zu sein scheint.
[84:06] Ob der graue Mann nach 198 noch einmal
[84:10] gesehen wurde, konnte ich leider nicht
[84:12] herausfinden, aber zumindest bis 1989
[84:16] wurde er sehr häufig gesichtet.
[84:30] Es gab tatsächlich keinerlei Angaben zum
[84:33] Ort oder der Zeit des Geschehens,
[84:35] sondern wurde einfach nur als wahr
[84:37] betitelt. Und an dieser Stelle sei
[84:40] Pascal Gedankt, der zufällig über die
[84:43] wahrscheinliche Hintergrundgeschichte
[84:45] gestolpert ist. Und diese
[84:47] Hintergrundgeschichte ist ernüchternd.
[84:50] Sie entstammt einer Geschichte aus dem
[84:52] Readers Dick ist. Magazin. Bei diesem
[84:56] handelt es sich um ein Abomagazin,
[84:59] welches sich mit verschiedenen
[85:00] musikalischen und auch allgemeinen
[85:02] Themen beschäftigt.
[85:04] So gibt es da auch eine Kategorie
[85:06] Leserbriefe und aus dieser Kategorie
[85:10] stammt die Geschichte. Die Geschichte
[85:12] wurde in einem Facebookbeitrag
[85:14] rezitiert, wobei dazu auch der originale
[85:17] Artikel in äußerst schlechter Qualität
[85:20] gepostet wurde. So kann ich leider das
[85:22] Datum absolut nicht erkennen, sondern
[85:25] nur die letzten beiden Zahlen, die wohl
[85:28] 25 heißen sollen. Daraus ergäbe sich,
[85:31] dass die Geschichte entweder 1925
[85:34] oder 2025 eingeschickt wurde. Trotz
[85:38] mehrerer Filter, die ich über das Bild
[85:40] gemacht habe, ließ es sich nicht
[85:42] einwandfrei erkennen. Der Facebook Post
[85:45] steht in der Videobeschreibung.
[85:48] Vielleicht erkennt ja jemand von euch
[85:49] die komplette Jahreszahl.
[85:52] Es gibt allerdings keine Quellen dazu,
[85:54] sondern nur die reine Erzählung,
[85:56] weswegen der Wahrheitsgehalt ähnlich
[85:58] groß sein durfte, wie beim Pokémon
[86:01] Exorzismus.
[86:02] Nun gut, hier also die vermeintlich
[86:05] wahre Geschichte bzw. der Leserbrief.
[86:16] Kleine Hände, eine Erzählung von
[86:19] Virginia Lemkin.
[86:21] Als meine Mutter ein Teenager war, lebte
[86:24] sie in einem Spukhaus.
[86:26] Ungewöhnlich daran ist, dass sie nie
[86:28] über das Haus selbst gesprochen hat. Sie
[86:31] hat mir stattdessen eine Geschichte über
[86:33] eine Begegnung mit einem Geist erzählt,
[86:36] die jedoch in einem anderen Haus
[86:38] geschah. Ein paar Häuser weiter lebte
[86:41] eine Familie mit zwei Töchtern. Die
[86:44] jüngere der beiden Mädchen ging ins Bett
[86:46] und beschwerte sich über schreckliche
[86:48] Kopfschmerzen.
[86:50] Das Mädchen starb in derselben Nacht. Es
[86:53] stand fest, dass sie ein Aneurisma
[86:55] hatte. Überwältigt von Trauer verließ
[86:58] diese Familie nach der Beerdigung für
[87:01] eine Weile die Stadt. Sie baten meinen
[87:04] Onkel, sich um ihre Haustiere zu
[87:06] kümmern. Meine Mutter und mein Vater
[87:09] baten damals mitzukommen. Meine Mutter
[87:12] wollte unbedingt den Flügel der Familie
[87:14] spielen. Als das Trio das Haus betrat,
[87:17] gingen die beiden Männer in den Keller,
[87:19] um die Haustiere zu füttern. Meine
[87:22] Mutter ging direkt zum Klavier. Als sie
[87:25] spielte, spürte sie, wie etwas ihre
[87:28] Knöchel berührte.
[87:30] Sie spielte weiter und dachte, eine der
[87:32] Katzen wird es möglicherweise gewesen
[87:34] sein. Wenige Augenblicke später spürte
[87:37] sie wieder die Berührung. Sie schaute
[87:40] unter das Klavier, sah aber nichts. Als
[87:43] sie wiederzuspielen begann, spürte sie,
[87:46] wie zwei kleine Hände jedes Bein
[87:48] ergriffen. Sie stand auf und rannte zur
[87:52] Kellertür. Die beiden Männer reagierten
[87:54] schnell auf ihren panischen Ruf.
[87:57] Sie beschrieb, was passiert war. Mein
[88:00] Onkel wurde bleich. Er erzählte ihr eine
[88:03] Geschichte, die der Nachbar ihm bei der
[88:06] Beerdigung erzählt hatte. Die Tochter
[88:09] spielte immer ein Spiel mit ihrem Vater,
[88:11] während er Klavier spielte. Sie kroch
[88:14] unter das Klavier und griff seine
[88:16] Knöchel und schob dann seine Füße hoch
[88:19] und runter auf die Pedale.
[88:31] In der X-Faktor Folge Die Gitarre kauft
[88:34] eine Mutter ihrem Sohn eine alte Gitarre
[88:37] aus einem Antiquitätenladen.
[88:39] Zu ihrer Überraschung entwickelt ihr
[88:41] Sohn innerhalb weniger Wochen ein
[88:43] erstaunliches Talent, das alle um ihn
[88:46] herum begeistert.
[88:48] Doch mit seinem Erfolg kommt auch eine
[88:50] unheimliche Veränderung. Der einst so
[88:53] sanfte Junge wird launisch, aggressiv
[88:56] und verfällt zunehmend dem Alkohol und
[88:59] Drogen. Seine Mutter muss bald erkennen,
[89:02] dass auf der Gitarre ein finster Fluch
[89:05] zu liegen scheint.
[89:15] Eine verfluchte Gitarre, die ihren
[89:17] Besitzer verflucht, verändert oder gar
[89:21] kontrolliert.
[89:22] Verfluchte Gegenstände gibt es durchaus,
[89:25] zumindest werden sie als solche
[89:26] bezeichnet, wobei es tatsächlich
[89:28] seltsame Begebenheiten mit so manchem
[89:31] genannten Gegenstand gab. Trifft das
[89:34] jedoch auch auf eine Gitarre zu?
[89:37] Nein, nicht dass ich wüßte. Jedoch
[89:39] trifft das Ganze zwar nicht auf eine
[89:41] Gitarre, wohl aber auf einen Musiker zu.
[89:45] Und dabei handelt es sich auch um die
[89:47] echte Hintergrundgeschichte zu der
[89:50] Folge.
[89:59] Die echte Hintergrundgeschichte bezieht
[90:01] sich auf den Blues Musiker Robert
[90:03] Johnson. Dieser sagte einst, daß er an
[90:07] einer Wegkreuzung in Mississippi seine
[90:09] Seele an den Teufel verkaufte, um ein
[90:12] unvergleichlicher Gitarrist zu werden.
[90:15] Dieser Mythos wurde dadurch verstärkt,
[90:17] dass Johnson kurz darauf tatsächlich
[90:20] quasi über Nacht ein unvergleichliches
[90:23] Gitarrenspiel an den Tag legte. Wichtig
[90:26] ist, dass Johnson die Geschichte der
[90:28] Wegkreuzung selbst in Umlauf brachte. Er
[90:32] erzählte, wie er um Mitternacht an einer
[90:34] Wegkreuzung in Mississippi, einer
[90:36] Gestalt, seiner Aussage nach dem Teufel
[90:38] begegnete, die seine Gitarre stimmte und
[90:41] ihn so im Tausch gegen seine Seele zur
[90:43] Blues Legende machte. Und Johnson wurde
[90:47] wirklich über Nacht zur Blues Ikone.
[90:49] Doch der vermeintliche Pakt mit dem
[90:51] Teufel hatte einen hohen Preis.
[90:54] Johnson starb mit nurund Jahren unter
[90:57] mysteriösen Umständen.
[90:59] Dies nährte den Glauben, der Teufel habe
[91:02] seine Bezahlung schon sehr früh
[91:04] eingefordert, obwohl auch Vergiftung
[91:06] oder Krankheit als Todesursache in
[91:08] Betracht gezogen wurden. Denn seine
[91:11] wirkliche Todesursache ist bis heute
[91:13] nicht eindeutig geklärt.
[91:16] G wahrscheinlich gilt eine Vergiftung
[91:18] durch den Ehemann Frau, mit der eine
[91:21] Beziehung hatte, wobei Strichnin oder
[91:23] Naptalin als Gift vermutet wurden.
[91:26] Andere glauben, dass Johnson an Syphilis
[91:29] oder an einem Riss der Hauptschlagader
[91:31] starb. Wirklich spannend und auch
[91:34] seltsam ist jedoch, dass Johnson
[91:36] innerhalb kürzester Zeit vom
[91:38] unbedeutenden Musiker zum
[91:39] Gitarrenmeister wurde, obwohl andere
[91:42] Musiker meinten, dass er zuvor maximal
[91:44] durchschnittlich war.
[91:46] Was auch etwas seltsam wirkt, ist, daß
[91:48] er Lieder über Satan oder Dämonen
[91:51] schrieb, was im Blues eher ungewöhnlich
[91:53] ist. Außerdem gehört Johnson zum
[91:56] sogenannten Club 27, eine Gruppe von
[91:59] Musikern, die mit 27 Jahren starben.
[92:03] Dies verstärkte noch einmal den Gedanken
[92:05] daran, dass Johnson tatsächlich einen
[92:07] Pakt mit dem Teufel geschlossen hatte.
[92:10] Allerdings kann es auch gut sein, daß
[92:12] Johnson über Nacht so gut an der Gitarre
[92:14] wurde, weil er quasi in die Lehre des Ae
[92:17] Simmerman ging, der selbst bekannt für
[92:20] außergewöhnliche Gitarren war. Und
[92:23] dieser hatte auch spezielle Rituale mit
[92:25] seiner Gitarre. Beispielsweise das Üben
[92:28] auf Friedhöfen.
[92:29] Wie auch immer es gewesen sein mag. Das
[92:32] war auf jeden Fall die echte
[92:33] Hintergrundgeschichte hinter der
[92:35] X-Faktor Folge die Gitarre.
[92:39] Und das waren alle Kronfaktorfolgen aus
[92:42] dem Jahre 2025.
[92:45] Natürlich werden 2026 weitere neue
[92:49] Hintergrundgeschichten hinzukommen.
[92:52] Ich hoffe aber, dass euch dieses Video
[92:54] hier gefallen hat. Folgt mir gerne auch
[92:56] auf meinen anderen Social Medias,
[92:58] insbesondere Instagram, abonniert doch
[93:00] gerne meinen YouTube-Kanal, um keine
[93:02] Videos mehr zu verpassen. Ich wünsche
[93:05] euch noch einen schönen Tag, einen
[93:07] schönen Abend, eine schöne Woche, was
[93:09] auch immer. Euer Krone SK. Bis zum
[93:13] nächsten Mal.
[93:25] [musik]
